
So wie ich meine Neuseelandreise mit dem HdR-Highlight Hobbiton wenige Tage vor Schluss beendet habe, so war meine erste Station mit meinem „Spaceship“ (nach ein paar Tagen in Christchurch) auch ein HdR-Highlight: Edoras! 🙂 ❤
Apropos Spaceship: Hier mal ein Foto von der Abholung, dummerweise habe ich es im oberen Rangitata-Tal, wo sich Mount Sunday befindet, nicht fotografiert, auch nicht bei meinem ersten kleinen Campingplatz dort.

Beim ersten Blick auf das breite Tal, in dem der wahrscheinlich nur für HdR-Fans berühmte Hügel liegt, musste ich direkt erstmal genau hinsehen, wo sich denn nun der „Berg“ befand.

Er mutet wirklich winzig an im Vergleich zu den Alpen im Hintergrund. Ich musste dann noch einige Zeit weiterfahren (irgendwann dann auch auf Schotterpiste), bis ich zu meinem ersten Campingplatz kam: Mt. Potts Lodge, ein sehr familiär geführter Campingplatz mit auch einigen Hütten und Zimmern. Ich war die einzige Camperin, es gab meines Wissens noch zwei oder drei weitere Parteien, die in Zimmern übernachtet haben. Sehr schnuckelig – mit einem Nachteil: der Ort liegt in einem Funkloch – und das WLAN funktionierte nur so richtig im Wohnzimmer der Lodge (das hat dazu geführt, dass sich mein Freund ein bisschen Sorgen machte, weil ich nicht mehr auf seine Nachricht reagiert hatte 😳 ❤ ).
Als ich mein Spaceship geparkt hatte, war es schon so gegen 15:00 (oder später), glaube ich (ich hatte zu der Zeit leider noch nicht die Zeit auf meiner Kamera umgestellt, und der Zeit auf meinem Handy traue ich auch nicht ganz…), ich musste mich also schnellstens auf nach Rohan machen. Dummerweise hatte ich mir eingebildet, unbedingt zu Fuß die ganze Strecke zu laufen, weil ich nach der Fahrerei von Christchurch bis dorthin keine Lust mehr auf Autofahren hatte. Allerdings hatte ich mich doch ein bisschen verkalkuliert, was die Entfernung anbelangte, sodass ich z. Tl. im Dunkeln zurücklaufen musste. 😮 Doch dazu später mehr.
Meine erste Begegnung war tierischer Art:

Da konnte ich nicht umhin, auch ein bisschen zu filmen, wie die Schafe vor mir weggelaufen sind. 😀
Auf der Strecke bis zum Parkplatz, von dem aus dann der Wanderweg losging, begegneten mir zwei Wanderer und ein oder zwei Autos. Ich fand das toll, dass ich diese Landschaft fast für mich allein hatte. Von Schafen und weiteren, später zu benennenden Tieren mal abgesehen.



Als ich am Beginn des Wanderweges angekommen war, stand die Sonne schon recht tief, was wundervolle satte Farben erzeugt hat.

Wobei der Nachteil war, dass Mount Sunday von dieser Seite aus im Schatten lag.




Es wurden ja tatsächlich erst durch den Fan-Tourismus zwei Brücken gebaut. Die erste könnt ihr weiter oben sehen, die zweite ist eine kleine Hängebrücke, auf der sich laut Schild jeweils nur eine Person befinden soll.



Ich bin ja kein großer Fan von Hängebrücken, aber diese hier machte mir dann doch keine Höhenangst. 😉

Nachdem mir der letzte Wanderer begegnet war (es stand nur noch ein Auto auf dem Parkplatz), hatte ich ausschließlich tierische Kontakte. Dieser Gruppe habe ich mich sehr langsam genähert. Sie gaben dann aber zum Glück irgendwann den Weg frei.

Die Sonne stand nun schon ziemlich tief und ich musste mich etwas beeilen.

Aber die Kaninchen musste ich doch noch fotografisch einfangen. ❤

Mit Bonus-Schaf. 🙂



Und immer wieder musste ich ringsum die Landschaft förmlich einsaugen…





Oben angekommen.
Man stelle sich hier in etwa Éowyn stehend vor. Ich war mal wieder schlecht vorbereitet und habe nicht die genauen Stellen und Blickwinkel vorher rausgesucht… Aber ich finde, es ist nah genug dran.


Die folgende Bergkette sieht man in einer anderen Einstellung auch, allerdings schneebedeckt.

Bin nicht sicher, ob die Arrowsmith Range (im Nordwesten von Mt. Sunday) auch im Film zu sehen ist, aber sie sah einfach majestätisch aus im Abendlicht! ❤

Es war etwas schwierig, in Richtung Helm’s Deep zu fotografieren, weil genau dort die Sonne vor dem Untergang stand.


Das Capybara war auch mit auf dem Gipfel (#CapyOnTour)…

… und Kaninchen:
Da hinten irgendwo sollte sich Helm’s Deep befinden (die Kulisse allerdings stand dort nie):


Nach meinem Abendessen und bevor es ganz dunkel wurde, wollte ich noch ein Bild mit Selbstauslöser machen… Nur eines ist halbwegs was geworden – es war einfach schon zu dunkel:

Nun war es höchste Zeit, mich auf den Rückweg zu machen.

Da kam mir allerdings noch der aufgehende Mond dazwischen… 🙂



Ich war ganz froh über den Mond, denn er schien hell genug, dass ich mich nicht fürchten musste in der Dunkelheit (hatte aber auch eine Stirnlampe dabei). Das letzte Foto, bevor ich die Kamera wegpackte und mich auf den Nachhauseweg im Dunkeln konzentrierte:

Das Coole ist ja, man muss sich nicht vor irgendwelchen Raubtieren fürchten in Neuseeland (anders als in den USA z. B.) – am gefährlichsten hätten mir Kühe werden können, aber die habe ich auf dem Heimweg nicht mehr getroffen, nur ein paar Schafe, die sich wunderten… Trotzdem habe ich eine Weile mit dem Stepnwolf telefoniert (bis die Verbindung abbrach, weil ich wieder ins Funkloch kam), um mich nicht so ganz alleine zu fühlen. Mit dem Nachtmodus meines Google Pixels habe ich dann noch versucht, den Sternenhimmel einzufangen. Da der Mond schien, war es nicht so dunkel, wie später z. B. auf Arthur’s Pass. Man bedenke, dass ich das Handy in der Hand hielt:


Diesen Blick hatte dann mein Google Pixel kurz bevor ich „zu Hause“ war:

Nach dieser Tour war ich zu erschöpft, um etwa meine Kamera nochmal auf ein Stativ zu packen, um den Sternenhimmel in besserer Qualität einzufangen.
ABER: Ich beschloss, am nächsten Morgen nach dem Frühstück und meinem „Check-out“ nochmal auf Edoras zu wandern, diesmal allerdings vom Wanderparkplatz aus.

Diesmal lag Mt. Sunday nicht im Schatten und ich konnte ihn in seiner ganzen Pracht bewundern.

Nicht der richtige Blickwinkel (da hätte ich weit vom Weg abweichen müssen, was natürlich nicht erwünscht ist), aber zum Vergleich:

Man vergleiche das nächste Foto mit meinem letzten vom Abend vorher:

Auch die nächsten beiden Fotos zeigen einen ähnlichen Blickwinkel wie Fotos vom Tag zuvor, aber zeigen den Hügel in einem ganz anderen Licht.


Diese Landschaft!!!

An diesem Tag war der Wind noch viel stärker, als am Nachmittag/Abend zuvor, wodurch die Grasbüschel (im Engl. tussock) fast wie Wellen im Wind wogen.

Die Grasbüschel waren auch im Film zu sehen:



Kaninchen waren auch wieder ein paar unterwegs.

Unbewusst habe ich doch ein paar Blickwinkel erwischt, die zumindest denen im Flm ähnlich sind:


Auf dem Weg nach oben…


Blick Richtung Meduseld, denke ich…

Diesmal hatte ich einen fantastischen Blick Richtung Helm’s Deep / die Alpen.


Hier nochmal der Ausblick (so etwa), den Éowyn von Meduseld aus hatte:

In diesem Weiher hätte ich bei weniger windigem Wetter vielleicht sogar Mount Sunday spiegeln können:

Aber es war tatsächlich SO windig, dass ich mich gar nicht so lange auf dem Hügel aufgehalten habe.

Es waren diesmal auch ein paar Touristen unterwegs. So bin ich relativ zügig dann wieder runtergelaufen. Ein letzter Blick zurück:

Und dann ging es mit dem Spaceship raus aus diesem Tal. Natürlich musste ich nochmal anhalten, bevor „Rohan“ ganz aus dem Rückspiegel verschwand.

Das war wirklich ein phänomenaler Auftakt meiner Reise als HdR-Fan. Neben Hobbiton und den verschiedenen Rohan-Locations in Deer Park Heights definitiv einer der Filmorte, die mich am meisten begeistert haben.

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