Zunächst mal gleich eine Ankündigung: Ich werde mit den Beiträgen hier jetzt erstmal pausieren, weil ich bei der Foto-Retrospektive anders vorgehen möchte. Das Ding ist nämlich, dass ich meiner Familie etc. noch kaum Fotos (mit Erzählungen) gezeigt habe. Deswegen soll jetzt Priorität haben, dass ich von jeder Station nur eine Hand voll Fotos auswähle, damit ich eine Art „Dia-Vortrag“ erstellen kann. Das wird verdammt schwer, mich da jeweils so stark bei der Auswahl zu beschränken, aber andererseits erinnere ich mich mit Schrecken an meine Kindheit, wo ein Freund meiner Eltern immer stundenlange Diavorträge von seinen Reisen gehalten hat – es war sehr schwer zu ertragen. Da meine Familie(n) – und auch Freunde – gerne mal etwas mehr über meine Reise erfahren möchten, will ich mich jetzt an diese Mammutaufgabe machen. Bleibt mir so lang gewogen – vielleicht gibt es ja hier dann auch kleine Kurzbeiträge. Nur die „New Zealand aka Middle-earth“-Reihe wird erstmal pausieren.
Heute aber noch ein paar Drehorte, die ich in Wellington besucht habe, sowie ein paar Eindrücke von meiner Führung im Wētā Workshop.
Nachdem ja mein erster Tag in Wellington so richtig ins Wasser gefallen war (State of Emergency aufgrund Starkregens/Überschwemmungsgefahr), wurde die Gefahr am zweiten Tag heruntergestuft und ich konnte mich – in Regenjacke und -hose – in den Wald auf Mount Victoria trauen, um ein paar Drehorte aufzusuchen, an denen Hobbits vor „Schwarzen Reitern“ geflohen sind. Der Hügel liegt mitten in Wellington – ich konnte von meiner Unterkunft aus hinlaufen.

Wie man am nächsten Foto sieht (Tropfen of der Linse), regnete es immer noch…

Auf dem Weg zum in Google Maps vermerkten „Hobbit’s Hideaway“ kam ich schon an „Frodo’s Reading Tree“ vorbei – da war ich aber noch nicht sicher, ob er das auch wirklich war.

Ich ging erstmal weiter – zu einer der wenigen Stellen, die heute (noch) markiert sind; in diesem Fall durch eine Bank.

Im Videoausschnitt (Minute 0:25) kann man die Bäume, die weiter hinten auf der rechten Seite des Weges stehen, erkennen. (Der Anfang wurde woanders gedreht, siehe mein Beitrag zu Tag 28. Ich komme gleich noch einmal darauf zurück.)
Also haben sich hier (wo die Bank steht) vermutlich die vier Hobbits vor dem ersten Nazgûl versteckt – der Baum war künstlich.


Auch an anderer Stelle gab es noch so eine Bank mit Spruch, gesponsert von Rovers Tours Group:

Als nächstes suchte ich diese Stelle:

Ich denke, das war hier:



Oben gab es eine Straße mit Wendekreis. Von dort aus sah es so aus:

Dann ging es zurück bergab – ich wollte nochmal den Baum suchen, auf dem Frodo sitzt und Pfeife raucht, während Sam vor dem Baum am Boden sitzt und ebenfalls raucht.

Ich hatte richtig vermutet – es war dieser Baum:

Ich als Frodo 😀 (gar nicht so einfach, das mit Fernbedienung, aber ohne Stativ, irgendwie hinzukriegen… Pfeife hatte ich keine dabei. 😉 ):

Dann suchte ich die Stelle, die ich euch schon im oben verlinkten Beitrag gezeigt hatte.

Hm, dachte ich, das ist wohl nicht die richtige Richtung, bin weitergelaufen und habe mich dann wieder umgedreht. Ja, das sah eher nach dem Blickwinkel aus dem Film aus:

Dann habe ich mit der Fischaugenfunktion versucht, einen ähnlichen Effekt wie oben im Filmausschnitt zu erzeugen – ich find’s ja gar nicht so schlecht. 😉

Insgesamt konnte ich mir sehr gut vorstellen, dass hier gedreht wurde…

Bei dem Wetter war hier kaum jemand unterwegs; ich habe nur zwei Menschen getroffen – und ein paar Vögel.




So sieht der Wald von außen aus:

Eigentlich wäre ja an diesem Tag die Wētā Workshop Tour gewesen, die war aber wegen der State of Emergency (20./21.4.) abgesagt worden war. Ich konnte sie aber auf den 22. April verschieben.

Während der Führung konnte man leider nicht allzu viele Fotos machen, weil die Rechte von ausgestellten Rüstungen, Schwertern etc. nicht bei Wētā Workshop liegen, sondern bei den jeweiligen Filmproduktionsfirmen. Insbesondere in einem Raum war das sehr, sehr schade. Denn da durften wir verschiedene Schwerter halten und viele Original-Helme und -Rüstungen aus DER HERR DER RINGE, aber auch Requisiten aus anderen Filmen, wie GHOST IN THE SHELL (die Real-Verfilmung mit Scarlett Johannson) oder – etwas neuer – PREDATOR: BADLANDS (und vieles mehr) ansehen. Das war definitiv ein Höhepunkt! In einem anderen Raum lernten wir, aus Alufolie Dinge zu formen. Sehr viele der Figuren/Miniaturen haben einen Kern aus Alufolie, weil es VIEL zu teuer wäre, alles komplett aus dem Material zu formen, das dann um die Alufolienfigur herum modelliert (und später bemalt etc. wird). Dadurch sind entsprechende Miniaturen (manchmal sogar richtig große „bigatures“ ) auch recht leicht. Ich war leicht überfordert und habe nur ein Mini-Schwert gerade so erkennbar „modelliert“.
Nun durften wir in einem Raum auch mal Dinge fotografieren und Helme aufsetzen. 😎








Und ich hab mir mal meinen rechten Schuh ausgezogen, weil ich ein Steinchen im Schuh hatte… 😀

Zum noch besseren Größenvergleich:

Das Material fühlte sich übrigens irgendwie eklig an…
Man konnte auch Modelle über einen Apparat bewegen… 😀
Witziges Detail am Rande: Erkennt ihr die Person? Hat mit HdR ganz und gar nichts zu tun…

Ja, es ist Jackie Chan. 😀 Er kam einmal den Wētā Workshop besuchen und wollte unbedingt, dass sie irgendetwas von ihm anfertigten. 😎
Wētā Workshop fertigt nicht nur Modelle, Figuren, Rüstungen, Waffen, etc. für Filme an, sie haben auch für die Ausstellung Gallipoli: The Scale of Our War im Museum Te Papa in Wellington in mehr als 24.000 Stunden Figuren erstellt, die neuseeländische Soldaten zeigen. Ich zitiere:
At the emotional heart of the exhibition lies a new form of artistic and thematic immersive sculptures: eight hyper-realistic figures crafted by Wētā Workshop. Each figure is captured frozen in a moment of time, on a monumental scale: 2.4 times human size.
Ich habe mir die Ausstellung später auch angesehen (irgendwann gibt es dazu sicher auch einen Beitrag), aber wir bekamen schon mal einen kleinen Vorgeschmack (hier allerdings NICHT in 2,4-fachen Größe). Unfassbar, wie realistisch das aussah!

Nach Ende der Führung gab es – in den Nebenräumen des Gift Shops, Wētā Cave genannt – noch ein paar Skulpturen und Rüstungen zu sehen, die man dann auch fotografieren durfte (aber man durfte nicht auf Lurtz klettern! 😉 ).








In der Wētā Cave habe ich mir dann noch ein paar Kleinigkeiten gekauft, unter anderem dieses Schild 🙂 :

Draußen musste man noch den Trollen entkommen…


Ich hab mich aber mit einem angefreundet… ❤

Ein paar Locations habe ich in Wellington noch verpasst (hätte ich doch nochmal in meine Notizen reingeschaut… 🙄 ), aber ich musste ja auch etwas umplanen aufgrund des Regens.
Soweit also für den Moment, was die Drehorte anbelangt. Aber aufgeschoben ist nicht aufgehoben! 🙂






























































































































































































































































