Heute früh hatte ich eine Warnmeldung wegen Starkregens ab Mittag in den Westlands auf meinem Handy, weswegen ich mich dann doch gleich Richtung Arthur’s Pass aufmachte, statt noch zu Peters Pool zu wandern.
In Hokitika habe ich kurz Station gemacht und mir den Strand und das „Zentrum“ angesehen. Dort habe ich mir jetzt doch etwas Jade-Schmuck mitgenommen, v.a. einen schlichten Ring, weil ich den am ehesten auch tragen werde.
Dann gab es noch das Tankstellendebakel (Google hat mich zu zwei Tankstellen geschickt, die jeweils nur Diesel hatten; die eine davon war eh nur für LKW), was mich Zeit und Nerven gekostet hat…
In Arthur’s Pass habe ich dann nur noch den Devils Punchbowl Waterfall „erwandert“ (waren wieder einige Treppen dabei), und bin nun hier zum Übernachten:
Das ist aber nur das Bonusbild. 😉
Hier kommt das Bild des Tages, stellvertretend auch für alle tollen Erlebnisse beim Autofahren, die ich nicht fotografisch festhalten kann:
Otira Viaduct
Inzwischen ist es nachts übrigens ganz schön frisch im Campervan. Ich habe mehrere Schichten an, um nachts schlafen zu können… Hab ja keinen großen Camper, der auch Standheizung hätte…
Heute früh musste ich nen ziemlichen Kaltstart hinlegen, weil ich nachts von der Milchstraße auf Trab gehalten wurde (bin erst nach 2 Uhr ins Bett, aber da ja das Sternegucken am Lake Tekapo ausgefallen war, musste ich die Chance wahrnehmen). Ihr kriegt als Bonus später auch noch zwei Ergebnisse.
Naja, hab ich halt erst „ausgecheckt“ und bin dann zum Frühstücken nochmal an den See gefahren – und das erste Mal waren auch alle Berge zu sehen, ohne Wolken. Den Genuss von Bergen an riesigen Seen hatte ich dann auch nochmal, als ich am Lake Hāwea entlang fuhr. Solch fantastische Anblicke die ganze Zeit!
Je näher ich der Westküste kam, desto nasser wurde es dann. Und (hoch-)neblig. Die richtig hohen Berge im Hintergrund blieben mal wieder versteckt. Trotzdem war die Fahrt durch den Regenwald wahnsinnig schön, und ich finde, es ist auch höchste Zeit, dass mal ein Wasserfall hier gezeigt wird. So viele hatte ich bisher tatsächlich gar nicht gesehen, aber an der Strecke habe ich bei drei Wasserfällen Halt gemacht. Als Foto des Tages sind es die Roaring Billy Falls geworden, weil da neben dem Wasserfall auch der Nebel / die Wolken und die Vegetation ganz schön zu sehen sind.
Hier nun noch zwei Bilder von letzter Nacht. Zuerst ein CANON-Foto:
Und dann zum Vergleich, was mein Google Pixel 8 im Astromodus daraus gemacht hat:
Es war unfassbar, wie viele Sterne am Himmel standen, und wie klar die Milchstraße zu erkennen war. Ich war ganz aus dem Häuschen! 🙂
Ich habe heute mal einen ruhigeren Tag eingelegt, ausgeschlafen und Wäsche gewaschen. Und dann bin ich am Ufer des Sees entlang gegangen und habe einfach die Szenerie genossen. Zum Abschluss habe ich noch eine Pfütze direkt am Ufer gefunden! 😍
Morgen geht’s weiter nach Franz Josef an der Westküste.
Leider ist das Wifi hier auf dem Campingplatz in Wānaka äußerst instabil und schwach, weswegen es am Laptop irgendwie gar nicht hinhaut. Deswegen tippe ich schnell am Handy: Leute, war das ein fantastischer Tag!!! Eigentlich müsste ich wieder eine Collage erstellen, aber das würde den einzelnen Bildern auch nicht gerecht werden… Ich bin von Glenorchy (ich hatte mir spontan dort nach dem unrühmlichen Ende meiner Reittour ein Zimmer genommen, statt mitten in der Pampa (am Diamond Lake) zu nächtigen) aus erstmal ein paar LOTR-Locations abgefahren (Isengard von der Ferne und Lothlorien), dann ging es wieder Richtung Queenstown und von dort aus erstmal nach Arrowtown, das im Herbst wirklich Indian-Summer-Vibes hat. Soooooo schön! 😍 Trotzdem habe ich mich für That Wānaka Tree entschieden. Schon witzig, wie viele Menschen da am Ufer stehen, um den Baum (oder sich mit dem Baum) abzulichten. Er ist schon hübsch, so mit der Kulisse drum rum…
Es hat eigentlich alles gepasst: Der vorhergesagte Regen war ausgeblieben (erst die letzten 10 min hat es geregnet), mein Pferd, Chrome, war brav und hat im Gegensatz zu den anderen nicht ständig Gras und Blätter am Wegesrand fressen wollen, wir haben einen Fluss durchquert, und es war eine superschöne Szenerie, durch die eine vierköpfige Familie und ich durch einen Guide geführt worden sind. Nur: Meine Knie taten irgendwann irre weh, und ich kann offenbar auch beim Reiten seekrank werden. Die letzten 5-10 min ging es mir plötzlich richtig schlecht, ich dachte schon, ich muss absteigen. Vorher war alles OK… Irgendwie habe ich die letzten Minuten überstanden, doch ich war so richtig fix und fertig. Ich konnte nicht mal mehr um ein Foto von mir auf Chrome bitten. Inzwischen ist alles wieder gut, also muss sich niemand Sorgen machen, aber ich bin schon etwas enttäuscht von meinem Körper. 😦 I really should have done this YEARS ago! Anyway, hier ein Handy-Foto, das ich vom Pferd aus geschossen habe. Das war realtiv am Anfang, kurz vor der Flussüberquerung, die ich aus Sicherheitsgründen nicht gefilmt habe.
Was ich gefilmt habe, ist eine mini Wasserdurchquerung…
Hier etwas bewegtes Bild. Das ist NICHT die Flussdurchquerung, von der ich gesprochen habe. Die war deutlich breiter. Das hier war kurz bevor es mir schlecht wurde… 🥺 pic.twitter.com/WGKyiH0Zht
— Fotografierende Lehrerin (@SingingLehrerin) April 12, 2026
Ja, ich war noch einmal in Rohan. 🙂 Heute habe ich u.a. die Stelle gesehen, an der Aragorn die Klippe hinunterstürzt, und wo Éowyn Aragorn bei einer Rast an einem kleinen See (eigentlich eher ein Weiher) den „leckeren“ stew reicht. Vor allem aber habe ich richtig viel Zeit an dem „See“ verbracht, um den die Flüchtlinge herum wanderten, auf ihrem Weg von Edoras nach Helm’s Deep. Was für ein wundervoller Ort – diese Farben, die Berge im Hintergrund (im Film waren die wohl mit Schnee bedeckt und das Gras auch grüner, wurde wohl eher im Frühling gedreht)…
Ich hab dort sogar extra mein Stativ aufgebaut, um mal ein Foto von mir machen zu können. Das bekommt ihr als Zugabe. 🙂
Passend zu den Rohirrim werde ich übrigens morgen eine Reittour machen. Allerdings soll es morgen wieder regnen, mal sehen, wie das so wird…
Was für ein wundervoller Tag, der zwar auch anstrengend war – mehr als 24.000 Schritte waren es; dazu die Hin- und Rückfahrt (ca. je 2,5 Std, die Rückfahrt ging etwas schneller) -, aber hauptsächlich einfach schön. Wir hatten Bilderbuchwetter, und ich war sicher, dass ich ein Foto von meiner Cruise durch den Fjord (der Milford Sound ist nämlich gar kein „Sound“, sondern ein Fjord (aus Gletschern entstanden)) nehmen würde, aber dann wäre ich fast achtlos an diesem Anblick vorbeigelaufen, weil ich nach der Schifffahrt relativ zügig zu einem Wassertaxi musste, das mich zum Ende des 53,5 km langen Milford Tracks brachte, damit ich einen Teil dieses Great Walks erkunden konnte. Dann hielten dort aber andere Menschen an, und ich sah, warum! ❤
Irgendwann nach der Reise gibt’s dann natürlich noch ein paar mehr Fotos. Aber ich musste doch das mit der Spiegelung nehmen… 😉
Nach dem aufregenden Kontakt mit den Seelöwen gestern, konnte ich mich heute darüber aufregen, dass ich bereits zum vierten Mal Kontakt mit der Polizei hatte. Ja, innerhalb einer Woche hatte ich es viermal mit der Polizei zu tun: Am 1. Tag geriet ich – am hellichten Tag – in eine Alkoholkontrolle (unproblematisch); am 2. Tag war ich laut mir mit Blaulicht hinterherfahrendem Polizisten 111 km/h gefahren (100 waren erlaubt, und wenn, dann war ich höchstens nur mal kurz aus Versehen schneller unterwegs gewesen, aber ich hab da keine Diskussion angefangen) => 80 NZD (40 €) ; am 3. Tag wurde ich wieder angehalten und gefragt, ob ich weiß, wie schnell man fahren darf, aber es wurde eigentlich nicht explizit gesagt, dass ich zu schnell unterwegs gewesen wäre (hab auch keinen Strafzettel bekommen). Naja, und heute hab ich ja tatsächlich was Dummes getan und bin nach dem Wenden auf einer Straße in einem kleinen Ort ein paar Meter auf der rechten Straßenseite gefahren – sonst waren keine Autos unterwegs, und ich hab’s dann auch selbst korrigiert, bevor irgendein anderer Verkehrsteilnehmer aufgetaucht ist. Tja, hat aber wohl jemand beobachtet (und auch gesehen, dass ich dann auf einen Rastplatz gefahren bin) und der örtlichen Polizei gemeldet. Als die dann unterwegs zum Rastplatz war, war ich schon wieder in der anderen Richtung unterwegs, aber da mein Campervan auf die Beschreibung passte, hat er umgedreht und mich – wieder mit Blaulicht von hinten – angehalten. Seufz. Naja, ich hab zugegeben, dass ich das war, und wir hatten ein ganz nettes Gespräch, in dem er erzählt hat, dass er auch schon in Europa und den USA unterwegs war und er weiß, wie schwer es ist, sich umzugewöhnen… Anyway, er schärfte mir ein, immer auf der richtigen, also linken Seite, zu fahren und ließ mich ziehen. Die Polizisten waren ja alle nett und freundlich, ABER LANGSAM REICHT ES MAL! Ich glaub, ich bin in meinem ganzen Leben, seitdem ich den Führerschein hab, vielleicht viermal angehalten worden…
Ansonsten war es ein wenig der Tag der falschen Entscheidungen und ich hänge ein bisschen durch, weil es ganz schön anstrengend ist, alleine unterwegs zu sein. Schlafe auch nicht besonders gut, selbst wenn ich ein Zimmer hab und nicht im Camper schlafe. Vielleicht fehlten mir heute einfach auch die Wow-Momente. Da gibt’s morgen bestimmt mehr, wenn ich den Milford Sound mit Schiff erkunde und nachher auch noch einen Teil des Milford Tracks wandere.
Ach ja, es war schon eine gute Idee, die Wildlife-Tour auf die Otago-Halbinsel zu machen, auch wenn wir keine Albatrosse zu Gesicht bekamen und auch die Gelbaugenpinguine nur im Rehabilitation Center zu sehen waren, wo kranke oder unterernährte Gelbaugenpinguine, von denen es nur noch etwa 400-500 gibt, aufgepäppelt werden, in der Hoffnung, dass sie nicht aussterben. Wie gerne hätte ich natürlich auch welche gesehen, wie sie an Land kommen oder in ihre Nester.
Aber dafür waren wir hautnah – fast wortwörtlich – an zwei neuseeländischen Seelöwen, einem etwa 4-jährigen Männchen (also noch nicht ausgewachsen, die können bis zu 3,50 Meter lang und 450 (!) kg schwer werden!) und einem Weibchen (evtl. seine Mutter). 😮
Wir waren eigentlich in gebührendem Abstand, als das Männchen plötzlich das Weibchen jagte und sie in vollem Speed in unsere Richtung unterwegs waren. Ich habe dieses Foto ausgewählt, weil der Gesichtsausdruck des Weibchens auch ungefähr dem unsrigen entsprach, als sie auf uns zuliefen. 😮
Hier liefen sie noch nicht direkt auf uns zu. Dazwischen machen sie mal Pause und ich dachte so, hey, könntest du auch mal filmen – und das Ergebnis könnt ihr auf Twitter sehen:
— Fotografierende Lehrerin (@SingingLehrerin) April 8, 2026
Die haben uns echt was für unser Geld geboten! 😀 Ein unvergessliches Erlebnis, auch wenn ich kurz befürchtet hatte, dass mich gleich das Weibchen in den Hintern beißt… Ja, SOOO nah waren die an uns dran.
Heute mache ich es mir leicht: Dieser Blick aus dem Fenster meiner Unterkunft in Dunedin, im Zusammenspiel mit dem ganz zauberhaften Innern des Hotels/Hostels (mit Klo und Dusche auf dem Gang, aber mit ganz wundervoll ausgestatteten Zimmern und Gemeinschaftsräumen) haben dazu geführt, dass ich spontan noch eine Nacht dranhänge. Das bedeutet zum einen, dass ich dann morgen noch eine Wildlife-Tour auf der Otago Peninsula machen kann, und zum anderen übermorgen dann eine etwas längere Fahrt nach Te Anau haben werde. Ursprünglich wollte ich dazwischen noch im Süden eine Nacht Freedom Camping machen. Mal sehen, ob ich dann die Cathedral Caves noch machen kann…
Dunedins Innenstadt habe ich mir heute Nachmittag/Abend etwas (bei Wind und immer wieder mal Regen zwischendurch) angesehen, fand ich jetzt nicht berauschend (allerdings gibt es wieder einiges an Graffiti und Wandgemälden, aber nicht in der Dichte wie in Christchurch) – viel cooler finde ich die Wohnbezirke an den Hügeln; hat mich irgendwie sofort an San Francisco erinnert. In Edinburgh (die Namensgeberin der Stadt) war ich noch nicht, deswegen kann ich die Ähnlichkeit nicht vergleichen. Ich muss aber eh sagen, dass mich vieles hier von der Bauweise der Orte eher an die USA erinnert.