Heute mal was ganz anderes. Ich bin in der Karangahake Gorge den Karangahake Tunnel Loop Walk gegangen. Da geht man durch einen gut 1 km langen ehemaligen eingleisigen Eisenbahntunnel (die Gleise wurden entfernt) und dann am Fluss zurück. Cool.
Aber ihr kriegt auch noch ein Bonusbild. Ich war vorher nämlich noch an den Owharoa Falls und habe ein Selbstportrait mit Wasserfall gemacht. Ich finde, es ist so schön geworden, dass ihr es auch sehen sollt. ☺️
Ich bin gerade an so einem Punkt, an dem ich gleichzeitig irgendwie das Gefühl habe, ich kann nicht mehr so viel aufnehmen und ich müsste eigentlich noch viel intensiver eintauchen, um dieses Land, seine Natur, Geschichte, Bewohner zu erfassen. Ja, ein deutliches Zeichen, dass sich das Ende meiner Reise nähert. So paradox, dass ich auf der einen Seite mich auf meine baldige Heimkehr freue und ich auf der anderen Seite bereue, mir nicht noch mehr Zeit genommen zu haben.
Anyway. Heute war mein Tag zweigeteilt: Der Vormittag bis zum frühen Nachmittag stand ganz im Zeichen der Māori in Te Puia, ich habe viel über deren Kultur gelernt, aber auch kleinere Geysire etc, sowie drei Kiwis durch die Scheibe gesehen im Kiwi Conservation Centre (dort wird es so gehandhabt, dass tagsüber nachts für die Vögel ist und nachts es dann in den (Innen-)Gehegen Tag ist; so können die Besucher sie auch in Bewegung sehen). Das war schön, nochmal welche etwas länger zu sehen. Nach der kulturellen Aufführung mit Haka (u.a.) habe ich noch das hāngī buffet lunch mitgenommen und mir ordentlich den Bauch vollgeschlagen. Danach habe ich dann ewige Zeiten im Gift Shop verbracht und doch auch das ein oder andere Andenken mitgenommen.
Dann fühlte ich mich eben irgendwie überfüttert (pun intended 😉 ) und bin erstmal in meine „Kitchenette“-Cabin zurückgefahren. Frisch geduscht bin ich dann am Abend nochmal losgefahren, um die Redwoods Nightlights zu erleben. Eigentlich ist ja der Treewalk (auf 9 m Höhe) mit Laternen von David Trubridge und weiteren Lichtinstallationen der Höhepunkt, aber leider lässt sich bei doch immer wieder wackelndem Untergrund schlecht im Dunkeln fotografieren. Deswegen bin ich dann – wieder auf dem sicheren Boden zurück – noch ein bisschen im Wald umhergegangen.
Hui, so viel Text heute. Auf jeden Fall gibt es heute eine Collage, weil ich zufällig an beiden Orten ein „Look up!“- Foto gemacht habe.
Morgen gibt es bestimmt wieder ganz andere Dinge zu sehen, wenn ich auf die Coromandel Halbinsel fahre.
Auf dem Weg nach Rotorua habe ich zwei Stopps eingelegt: bei den Huka Falls und beim Orakei Korako Geothermal Park. Beide konnten mit tollen Farben punkten, aber Orakei Korako hatte einfach eine breitere Farbpalette (der Viewpoint, bei dem man auch auf diesen Teil der „silica terraces“ blickt, heißt auch „Artist’s Palette Lookout“).
Das war schon sehr faszinierend, dort umherzugehen, Farben, Geräusche, Gerüche und diese Wärme aus der Erde wahrzunehmen. Noch dazu war ich die meiste Zeit komplett alleine, so liebe ich das.
Heute Nachmittag habe ich erst eine Bootstour auf Lake Taupo zu den Māori Rock Carvings gemacht und dann habe ich mir erst die heißen Quellen auf den Wairakei Silica Terraces angesehen und anschließend direkt unterhalb dieser in vier Pools mit verschiedenen Temperaturen eine gute Stunde relaxt. Sehr schöne Anlage und dank Nebensaison nicht sehr voll. Noch ein Grund, warum ich dieses Bad ausgewählt habe: Zutritt nur für Erwachsene (naja, ab 14 Jahren, aber es waren wirklich nur „echte“ Erwachsene da).
Morgen geht es in diese Richtung weiter, wenn ich nach Rotorua fahre (also heiße Quellen, aber ich werde wohl nicht noch einmal in ein Thermalbad gehen, auch wenn das schon sehr nett war).
Nach dem gestrigen Power-Tag habe ich es heute etwas ruhiger angehen lassen: Ausschlafen, Duschen, alleine Frühstücken (keine anderen Gäste mehr da), Wäsche waschen… Und dann aber doch noch auf die Straße, um noch ein paar LotR-Locations (zwei Wasserfälle und Meads Wall) aufzusuchen. Als Krönung dann auf dem Rückweg dieser Anblick. Da kann man schon nochmal anhalten… 😉
Ansonsten lässt sich noch berichten, dass ich beschlossen habe, die letzten Tage bis zum Heimflug nicht mehr im Campervan zu schlafen. Es ist mir einfach zu kalt nachts. Eigentlich hätte ich die nächsten vier Nächte ab morgen nochmal gecampt, habe aber jetzt (fast)* überall ein Upgrade in den Holiday Parks auf eine Cabin gemacht. Ich bin halt doch keine Hardcore-Camperin hier geworden (mit Standheizung wäre das vielleicht was anderes)…
* Das Hahei Beach Resort habe ich nicht mehr telefonisch erreicht, da warte ich noch auf eine Antwort per Mail morgen.
I’ve made it! ✅💪🏼😎 30.000 Schritte (20,2 km) in 7 3/4 Stunden. Erst 766 Höhenmeter nach oben, danach über 1.000 Höhenmeter nach unten (auf ca. 12 km verteilt, insgesamt also nicht zu steil). Die längste Wanderung, die ich je gemacht habe. Bis auf den Auf- und Abstieg zum Red Crater aber vielleicht nicht die schwierigste. Dafür musste man sich aber bei den genannten Stellen schon echt richtig auf jeden Schritt konzentrieren. Nicht viel fotografiert – auch weil unser Guide (wir waren nur zwei Teilnehmer) beim Aufstieg kaum Pausen (zwischen den „offiziellen“ Stopps) eingelegt hat, aber die Emerald Lakes musste ich dann doch.
Ich bin jetzt schon ganz schön platt, aber auch sehr stolz, weil ich bis auf ein-zwei Momente das echt gut gemeistert habe, und zwar so, dass ich mich direkt danach eben nicht völlig erschöpft gefühlt habe. 💪🏼😎
Ich hab extra beides gebucht, weil man in den Waitomo Caves nicht fotografieren darf. Trotzdem wollte ich diese Bootsfahrt dort machen – und es war magisch! Es war auch schön, einfach mal nur staunend an die Decke zu gucken, und nicht zu versuchen, das auch fotografisch festzuhalten (was aus der Hand geschossen eh nicht funktioniert hätte). Das hat voher in der Ruakuri Cave auch nur sehr rudimentär geklappt. Das Leuchten sieht man nur im Dunkeln – und zwar so richtig dunkel. Die Fäden sind dagegen nur mit Licht sichtbar, das wird aber nur punktuell durch die Guides gezeigt, weil die Glowworms* kein Licht mögen.
* Ich nenne sie absichtlich nicht „Glühwürmchen“, weil sie mit unseren Glühwürmchen überhaupt nichts zu tun haben. Werde ich aber heute nicht erläutern, ich muss morgen früh raus, um das Tongariro Alpine Crossing anzugehen. 😮
Die Höhlen selbst sind ja Tropfsteinhöhlen, die sind mir natürlich grundsätzlich bekannt. Aber faszinierend sind sie immer wieder und so bekommt ihr noch ein Bonusbild von Tropfsteinen – mit Pfütze! 🙂
Musste wegen Straßensperrung auf State Highway 3 den Forgotten World Highway nach Waitomo Caves nehmen. Abenteuerlich und anstrengend, aber mit „Hobbit’s Hole“ (eigentlich Moki Tunnel). 🙂 Keinerlei Regelung, wer als erstes fahren darf. Und zappenduster, v.a. wenn man so schnell nicht von Sonnenbrille auf normale Brille wechseln kann. Dazu kamen am Ende des 180-Meter-langen, einspurigen Tunnels ein paar hübsche Schlaglöcher. Aber irgendwie cool. 🙂
THE NEW ZEALAND GUIDEBOOK COVER SHOT: Taranaki gespiegelt in den Pouākai Tarns. 😎 Dafür bin ich (hin und zurück) 25.000 Schritte gegangen & hab 278 Stockwerke lt. meiner Uhr überwunden. 🥵💪🏼 Aber bei diesem Wetter SO was von lohnenswert! 😍 Der Wanderweg war in sofern einfach, weil man die meiste Zeit auf Holzstegen und -treppen unterwegs war. Und ich fand ihn leichter zu bewältigen als den Weg zu den Sealy Tarns im Aoraki/ Mount Cook National Park, weil es nicht so steil bergauf ging. Trotzdem war ich ganz schön platt, als ich oben und dann auch unten wieder angekommen war.
Morgen geht’s nach Waitomo, Glühwürmchen gucken (erst für übermorgen früh gebucht).
Das Wifi im Bed & Breakfast in New Plymouth ist so unzuverlässig, dass gerade mein ganzer schon auf dem Laptop getippter Beitrag weg ist. Deswegen in Kürze: heute strahlend blauer Himmel mit klarer Sicht auf den Mount Taranaki (früher Mt. Egmont genannt), außer wenn ich beim Wandern durch einzigartigen Wald gegangen bin. Trotzdem ein Bild des Berges von New Plymouth aus gesehen von heute Abend, weil es morgen nochmal Taranaki mit Natur gibt – dann hoffentlich mit Spiegelung in den Pouākai Tarns.