Sabbatical: New Zealand aka Middle-earth #1 (Hobbiton)

Das war der erste Blick auf Hobbiton, der mich tatsächlich zu Tränen gerührt hat. Hinter uns befindet sich der Eingangsweg zwischen zwei Mauern hindurch, den ich vor lauter Aufregung (und weil vor mir Leute liefen) gar nicht fotografiert habe; der Weg, durch den Gandalf hineingefahren ist, und auch der Weg, durch den Bilbo Hobbiton verlassen hat. Schon hier hatte man sofort das Gefühl, tatsächlich im Shire/Auenland angekommen zu sein, Schornsteine rauchten, Vögel zwitscherten, ikonische Bäume waren zu sehen… ❤ ❤ ❤

Ich habe jetzt lange überlegt, wie ich euch die vielen Fotos am besten präsentiere (z. B.: stelle ich die Hobbithöhlen nach der Farbe der Türen zusammen?), mit dem Ergebnis, dass ich sie einfach chronologisch zeigen werde, damit ihr sozusagen meinen Weg durch Hobbiton etwas nachvollziehen könnt.

An dieser Stelle sei nochmal daran erinnert, dass es das „heutige Hobbiton“ nicht ohne die Verfilmung des HOBBIT durch Peter Jackson gegeben hätte. Zu diesem Zweck wurde Hobbiton wieder so aufgebaut wie in LOTR (plus ein paar weitere Höhlen), und diesmal mit dem Ziel, alles nicht nur einfach stehen zu lassen, sondern weiterhin zu pflegen, sodass hier hunderttausende Besucher pro Jahr durchgeführt werden können und alle dieselbe Qualität erleben dürfen. Hierfür gibt es extra Werkstätten, Gärtner, etc., die sich liebevoll um den Erhalt des Areals kümmern. Um einen Blick hinter die Kulissen zu bekommen (und weil ich einfach so lange wie möglich in Hobbiton verweilen wollte), habe ich die „Behind the Scenes“-Tour gebucht, die viereinhalb Stunden dauerte und neben der normalen Führung und dem Besuch der Werkstätten auch noch ein Mittagessen in der Mühle bot. Ich habe es null bereut, etwas mehr Geld dafür ausgegeben zu haben! 🙂

Aber zurück zum Anfang. Schon direkt nach Betreten Hobbitons (zum Eingang wurden wir mit einem Bus gebracht, denn der Ort liegt ja auf privatem Farmgelände) gab es einige Hobbithöhlen zu bewundern. Ihr könnt ja mal mitzählen, wie viele es insgesamt sind. 😉

Das Spannende ist auch, dass hier fake und echt nebeneinander existieren und manchmal sogar schwer auseinanderzuhalten sind. In diesem Garten wird z. B. echtes Gemüse angebaut:

Die Flechten hier am Zaun sind dagegen nicht echt:

Der Rauch wiederum wird wohl tatsächlich durch (langsam) brennendes Material erzeugt – die Wäsche allerdings wohl nicht jeden Tag frisch gewaschen und aufgehängt. 😉

Der Eingang zu jeder Hobbithöhle ist liebevoll individuell gestaltet, sodass ich wirklich auch alle fotografieren „musste“. Und ich will euch auch keine vorenthalten. 🙂

An diesem Weiher konnte ich natürlich nicht vorbeigehen, ohne die Spiegelung einzufangen:

Und während wir langsam den Weg Richtung Hügel hinauf schlenderten (der erste Höhepunkt sollte ja schließlich Bilbos Höhle werden), kamen wir an weiteren Höhlen vorbei. Die meisten blieben uns verschlossen (die Vorgabe war: Wenn das Gartentor verschlossen war, durfte man nicht an die Tür), manche sah man nur aus der Ferne.

Der Imker:

Nicht nur direkt an den Behausungen gab es viele Details zu bewundern – überall waren Utensilien verteilt, die dazu beitragen, als wären alle Hobbits nur schnell beim Mittagsschlaf und würden anschließend weiterarbeiten, also z. B. angeln:

Beim Bäcker wurde das Dach gerade erneuert:

Hach, diese Ausblicke… ❤

Am Ufer des kleinen Sees sieht man The Green Dragon.
Ich finde ja, man müsste die Besucher alle in Hobbitkleidung stecken, dann würde das ganze NOCH authentischer wirken.

Und während an der Tür, die ich euch schon gezeigt habe, alle noch brav ihre Fotos machten…

… ging ich schon mal weiter – und da war sie endlich: Bilbos Höhle. ❤ 🙂 ❤

Mit der Weitwinkelfunktion des Google Pixel 8 geschossen.

Auf den ersten Blick nicht zu erkennen: Der Baum auf dem „Dach“ ist künstlich!

Leider durfte ich nicht rein… war nicht „on party business“ da. 😉

Hobbithöhlen gibt es in zwei Größen. Einmal wie in Bilbos Fall in normaler Größe, sodass normale Menschen sich wie Hobbits fühlen können, und einmal deutlich kleiner, um den Größenvergleich zu Gandalf zu zeigen – wie z. B. hier:

Und weiter geht’s mit den Höhlen…

Für die long-expected party ist noch gar nichts aufgebaut!

Wir nähern uns der Bagshot Row, wo es zwei Highlights gibt. Aber erstmal die Werkstatt des Wheelwrights.

Und dann das erste Highlight: Samwise Gamgees Höhle ❤ ❤ ❤ :

Das zweite Highlight – und wirklich ein ganz besonderes Erlebnis – sollte hinter diesen zwei Türen auf uns warten:

Hier durften wir nicht nur die Tür öffnen, sondern auch in die komplett ausgebauten und liebevoll eingerichteten Höhlen hineingehen! 😮 ❤ Kommt doch mit! (Ich habe Stimmen ausgeblendet, aber Umgebungsgeräusche und Musik drin gelassen.)

Ich bin nicht besonders geübt im Filmen, also bin ich manchmal zu schnell, hoffe, es wird euch nicht schwindelig. 😉

Leute, das war soooooooooo cool!!! ❤ 🙂 ❤ Hier noch ein paar Collagen.

Das 2. Bild von links in der unteren Reihe zeigt Sams Dose mit Salz. 🙂 Der Wasserhahn funktionierte. Und es waren ein paar echte Lebensmittel (im Rohzustand) dabei – findet ihr sie? 😉

Die Höhlen wurden von Alan Lee und John Howe mitentworfen – dazu später mehr. Unsere Gruppe (ca. 25 Leute) wurde für dieses Erlebnis auf zwei Gruppen aufgeteilt – die einen gingen in die Höhle mit der roten Tür, die anderen in die mit der grünen Tür. Ich war bei den Proudfoots („Proudfeet!“). Man gab uns richtig viel Zeit, um uns alles anzusehen und Fotos zu machen. Das war richtig toll. Überhaupt wurde man nicht durchgehetzt bei dieser Tour.

Danach ging es Richtung Green Dragon, wo uns ein Getränk erwartete (ein eigens gebrautes Amber Ale, Cider, oder Ginger Beer).

Einen Blick auf die Mühle und die Brücke konnte man auch schon werfen.

Die Mühle – wo wir später unser Mittagsmahl einnahmen – ist schon besonders hübsch.

Hier ein paar Eindrücke von rund um The Green Dragon. The Mill und den kleinen See.

Etwas uncharakteristisch für Hobbits war dieses Schild an der Brücke 😉 :

Und hier noch ein paar Impressionen aus dem Innern des Green Dragon und der Mühle:

Das Essen war reichlich und lecker! Ich glaube, jeder von uns hatte ein „Wow“ auf den Lippen, als wir die Tafel sahen. 😮 Es entstanden dann auch sehr nette Gespräche beim Essen. Um mich herum saßen Menschen aus Großbritannien, der USA und den Niederlanden.

Nach dem Essen wurden wir mit dem Bus zu den Werkstätten gefahren. Dort konnten wir Einblicke in verschiedene Abteilungen werfen – von den Zeichnungen von Alan Lee und John Howe und einem Modell der ausgebauten Höhlen bis hin zu angestellten Handwerkern/Künstlern, die Weintrauben zusammenknüpften oder Samen auf Brotscheiben klebten.

Oben links die Farben, die für Kleidung und andere Stoffe der Hobbits zu verwenden sind (Ausschnitt).

(Der Wettergott war übrigens besonders milde gestimmt: Während wir in den Werkstätten waren, hat es geschüttet – kaum waren wir dort fertig, war es wieder trocken.)

Im Anschluss durften wir noch eine Hobbitsiedlung ansehen, die extra für die HOBBIT-Trilogie aufgebaut wurde, laut unserer Führerin (,die übrigens im 3. Teil als Hobbit von hinten kurz zu sehen ist,) wurde sie dann allerdings gar nicht genutzt. Auch hier gab es wieder so viele Details zu sehen!

Die Höhle des Töpfers

Bevor es dann mit dem Bus zurück zum Ausgangspunkt mit Gift Shop und Café ging, haben wir – ganz im Sinne der Hobbitkultur – noch einmal einen Snack bekommen: Käse und Obst mit Sekt oder Apfelsaft. Wir wurden so richtig verwöhnt. 🙂

Umso schwerer ist es mir dann gefallen, diesen magischen Ort wieder zu verlassen. Ich gebe zu, dass mir im Bus ein paar Tränen gekommen sind (warum mussten sie auch im Bus nochmal die Hobbit-Themes abspielen?). Hier mein letzter Blick aus dem Bus auf Hobbiton (konkret: die Brücke, The Mill und The Green Dragon):

Mit diesem Tag ist ein langgehegter Wunsch in Erfüllung gegangen – und meine Erwartungen wurden locker übertroffen. ❤ Definitiv der Höhepunkt meiner Reise in Neuseeland, was die Drehorte von HERR DER RINGE anbelangt. Schon allein dafür hat es sich gelohnt, eine 😮 fünfstellige 😳 Summe für dieses long-expected adventure in Neuseeland auszugeben (für die ganze Reise, nicht für die Tour 😉 . 🙂

PS: Wie viele verschiedene Höhlen sind es denn nun? Vorsicht, manche Höhlen tauchen zweimal auf – einmal aus der Ferne, und einmal aus der Nähe. 😉 Wo würdet ihr einziehen? 🙂

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