• Das Wort zum Werk (5) – Katze

    Ein Jahr lang jede Woche ein Wort. Dazu ein passendes Werk. Musikalisch, filmisch, literarisch, fotografisch. Alles geht. Alles darf. Solange sich das Werk dem Wort widmet. Und einige Worte zum Werk entstehen. Mitmachen darf jeder. Eine Woche lang. Bis zum nächsten Wort. Einfach in den Kommentaren euer Werk zum Wort verlinken. Und hier jede Woche das nächste Wort erwarten.

    Der Stepnwolf

    Wort: Katze

    Werk: Collage Besuchskatze

    Die Collage ist künstlerisch jetzt weniger wertvoll, die Bilder sind – nach Zuschneiden von schnell geschossenen Handyfotos – nicht so richtig scharf (was auch an der Glasscheibe liegt, die uns trennte), aber die Katze selbst ist ein paar Worte wert.

    Diese Streunerkatze lässt sich seit so ca. 2-3 Jahren von meiner Mutter (und meinem Bruder, wenn er da ist) durchfüttern. Dabei ist sie über die Jahre immer ein Stück weit weniger scheu geworden. Früher hat sie sich höchstens an die Außentüre des hier zusehenden Vorbaus getraut und lief sofort weg, wenn jemand rauskam und ihr Futter hinstellte. Erst als der Mensch wieder im Haus verschwunden war, traute sie sich ans Fressen. Streicheleinheiten wollte sie auf keinen Fall von uns Menschen.

    Kurioserweise fällt in diese sehr scheue Zeit auch eine Begegnung mit ihr bei Nacht, bei der sie sich VÖLLIG anders verhalten hat. Mein Bruder und ich standen draußen im Dunkeln auf dem Parkplatz vor dem Grundstück – und sie schlängelte sich um unsere Beine, schmiegte ihren Kopf an die Beine und ließ sich sogar streicheln. 😮 ❤

    Leider blieb es bisher bei diesem einen „Zwischenfall“, obwohl sie inzwischen viel forscher geworden ist, was das Einfordern von Futter anbelangt. Nun sitzt sie direkt an der Küchentür und schaut uns ohne Scheu an mit deutlichem Unterton („Hallo, wo bleibt mein Fressen?“) – rechts sieht man sie herzhaft gähnen. Mein Bruder hat einen besonderen Draht zu ihr. Aber auch ich freue mich immer, wenn sie sich blicken lässt.

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    Feder

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    Sonne

    Das nächste Wort: Demokratie

  • Schon seit mehreren Monaten ist die Pasinger Straße in Krailling zwischen Bahnhofsstraße und Amtmannstraße gesperrt, vermutlich, weil das Haus, das ich mir für das Thema „Verfall“ ausgesucht habe, entweder abgerissen oder renoviert werden soll. Meines Erachtens ist aber noch nicht wirklich etwas passiert. Umso besser für mich! 🙂

    Danke an Norbert Eder für diese Challenge!

  • Ein Jahr lang jede Woche ein Wort. Dazu ein passendes Werk. Musikalisch, filmisch, literarisch, fotografisch. Alles geht. Alles darf. Solange sich das Werk dem Wort widmet. Und einige Worte zum Werk entstehen. Mitmachen darf jeder. Eine Woche lang. Bis zum nächsten Wort. Einfach in den Kommentaren euer Werk zum Wort verlinken. Und hier jede Woche das nächste Wort erwarten.

    Der Stepnwolf

    Wort: Sonne

    Werk: A Sun to Remember (10. Juli 2023)

    Ich saß an jenem Sommerabend auf der Couch im Wohnzimmer, wahrscheinlich lief gerade der Fernseher. Die Tür zum Flur, durch den man auf den West-Balkon blicken kann, stand offen. Ganz genau kann ich’s nicht mehr konstruieren – vielleicht ging ich zur Toilette oder holte mir in der Küche ein Getränk. Auf jeden Fall sah ich, dass da etwas anders war am Himmel. Ich ging auf den Balkon und traute meinen Augen kaum: Ich konnte die ganze Sonne mit scharfem Rand am zunächst noch leicht rosa Himmel sehen. Es war ein im wahrsten Sinne des Wortes atemberaubender Anblick. Schnell holte ich meine Kamera und schoss so viele Fotos wie ich konnte. Durch weniger Belichtung habe ich schließlich die gelbe, später orange Farbe aus der Sonne herausholen können. Vom Balkon aus haben wir jetzt nicht so die tollen Objekte als Silhouetten, aber ich finde schon lange, dass Antennen völlig unterbewertet sind. 😉 Die beiden Bilder oben sind meine liebsten Fotos aus dieser Reihe. Sie sind nur zugeschnitten, aber ansonsten null nachbearbeitet.

    Nur 10 Minuten hatte ich, dann war die Sonne weg. Und ich voll tiefster Freude, dass ich diesen Moment nicht verpasst hatte. 🙂 Es lässt sich wirklich kaum beschreiben, welches Glücksgefühl ich in mir spürte.

    Später habe ich herausgefunden, dass dieses Phänomen wohl durch Rauch verursacht worden war, der von den Waldbränden in Kanada vom Wind bis hierher getragen worden war. Also eigentlich ein trauriger und auch etwas beunruhigender Grund für diese Augenweide.

    Ich werde diesen Sonnenuntergang, der komplett die Sonne im Fokus hatte, so schnell nicht vergessen. Keine spektakuläre Himmelsfärbung, keine dramatischen Wolken, einfach nur die Sonne. Deswegen: „A Sun to Remember“.

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    Aufbruch

    Feder

    Idol

    Das nächste Wort: Katze

  • In diesem Jahr möchte ich wieder versuchen, euch jeden Monat meine Fotos, die ich für #JedeWocheEinFoto (auf X/Twitter und BlueSky) geschossen habe. Meine Best-of-Beiträge aus dem letzten Jahr habe ich euch ja schon gezeigt.

    Hier nochmal die Infos zum Projekt:

    Der Zwetschgenmann führt seit 2020 ein Twitter-Fotoprojekt weiter, das 2014 von dem Twitter-Account @quergerade ins Leben gerufen worden war, später von @kermitnrw weitergeführt wurde, bis eben der Zwetschgenmann übernahm. Bei diesem Projekt bekommen die Teilnehmer*innen wöchentlich ein Thema auf Twitter (jetzt X) – und seit ein paar Monaten auch auf BlueSky (bsky.social) – gestellt, zu dem sie dann ein Foto schießen können, was sie dann unter dem Hashtag #JedeWocheEinFoto mit der Angabe der Kalenderwoche und dem Thema auf den beiden Plattformen posten. Archivbilder sind verboten (mit Ausnahmen, siehe KW 01), es ist wirklich als Anregung d azu gedacht, sich zu einem neuen Foto inspirieren zu lassen.

    KW 01/24 Mein Lieblingsfoto des Jahres 2023

    Das war eine sehr schwere Auswahl, denn DAS EINE Lieblingsfoto gibt es einfach nicht. Aber für dieses nächtliche Pfützenfoto mit dem bunt beleuchteten Dom von Wrocław (ehemals Breslau) bin ich im Sommerurlaub extra nochmal nachts dorthin gelaufen und war entzückt von dem Anblick.

    KW 02/24 Gabelung

    Hier hätte ich mir tatsächlich mehr Resonanz gewünscht – ich finde das Bild toll! Vielleicht hätte ich den Zweig links unten rausretuschieren sollen…

    KW 03/24 Eiszeit

    Aus dem elterlichen Garten an einer Regenrinne an einem Schuppen.

    KW 04/24 Symmetriebruch

    Der Pasinger Bahnhof – natürlich zu diesem Thema mit Pfützenspiegelung. 😎

  • Mit diesem Thema hatte ich etwas Schwierigkeiten, denn zufällig ist mir da nichts über den Weg gelaufen. Hatte allerdings schon überlegt, ob ich notfalls ein Foto von der Demo in München nehme, aber so richtig „lebhaft“ sind die Fotos nicht, die ich da gemacht habe…

    Nun bin ich heute endlich nochmal losgezogen, um eventuell viele Beine in einer Pfütze zu erwischen (am Nachmittag war da aber in Planegg/Krailling einfach nichts mehr los) oder viele lebhafte Vögel an einer Futterstelle zu erwischen. Ich hatte vor ein paar Monaten mal eine solche in der Nähe des Kloster Maria Eich im Wald gesehen.

    Tja. Immerhin eine Blaumeise hat sich kurz sehen lassen, ansonsten haben wohl alle etwas anderes zu tun gehabt bzw. anderweitig Futter gefunden – der Schnee ist ja wieder weg. Nun habe ich die Blaumeise auch nur unscharf im Flug erwischt, aber irgendwie passt das ja zum Thema: sie war einfach zu lebhaft für mich und meine nicht auf Vogelfotografie ausgerichtete Kamera… 🙂

    Danke an Norbert Eder für die Challenge.

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    Der Stepnwolf

    Wort: Idol

    Werk: „Die Sonne scheint noch.“ (21.01.2024)

    Ich mag ja das Wort „Idol“ gar nicht so gerne, es hat für mich einen Beigeschmack von nicht verdienter Erhöhung, von bloßer Schwärmerei. So sieht es auch der Duden: „jemand, etwas als Gegenstand schwärmerischer Verehrung, meist als Wunschbild von Jugendlichen“. Aber der Duden gibt auch „Held/Heldin“ als Synonyme an – und in diesem Sinne war und ist Sophie Scholl mein Idol.

    „Die Sonne scheint noch.“ Das sollen die letzten Worte von Sophie Scholl zu ihrem Bruder Hans gewesen sein. Sie stehen für mich stellvertretend für die Hoffnung, die Sophie Scholl und ihre Mitstreiter hatten, dass ihre Flugblätter, dass ihr Tod Wellen schlagen würde, dass es nicht zu spät sei für eine Wende. Und so fand ich das Plakat, das ich am 21. Januar auf der Demo gegen Rechtsextremismus in München gesehen habe, sehr passend und berührend. So lange es noch Menschen gibt, die Ansporn und Mut von positiven Idolen schöpfen, sich gegen Unrecht und (wie hier) rechtsradikales und rassistisches Denken stellen, scheint die Sonne noch. Was, wie ich gerade sehe, die perfekte Überleitung zum nächsten Werk zum Wort ist.

    #NieWiederIstJetzt

    Frühere Beiträge:

    Aufbruch

    Feder

    Das nächste Wort: Sonne

    Nachtrag: Heute habe ich auch auf meinem Schwesterblog teilgenommen.

  • Achtung! Norbert Eder einige Begriffe geändert, da sich manche zu ähnlich waren (ich zitiere): Update 15.01.2024: Position 9 und 42 waren nahezu ident. 42 wurde abgeändert. Auch 6, 22, 35 und 47 sind zu ähnlich. 35 und 47 wurden neu besetzt.

    Für das Foto zum Thema „Land“ bin ich extra in meine fränkische Heimat gefahren… Naja, nein, dafür gab es andere Gründe, aber dass ich dann dort ein passendes Foto machen könnte, hatte ich schon im Kopf. Glücklicherweise hatte es dann am Donnerstag dort frisch geschneit, sodass ich gleich noch ein wenig mit meinem Bruder durch den Schnee gestapft bin. Da es in den Tagen vorher ja eher noch Regen und Eisregen gegeben hatte, war es unter dem Schnee auf diesem landwirtschaftlichen Flurweg recht matschig und es gab eine Vielzahl von braunen Pfützen. Irgendwie gefiel mir dieser Kontrast zwischen dem sauberen Weiß des Schnees und dem dreckigen Braun der Pfützen. Außerdem kann ich ja Strommasten als Gestaltungselement durchaus etwas abgewinnen – sie sind auch typisch für diese ländliche Gegend. Und wie schrieb ein Kommentator auf Mastodon: „Hihi, nur echt mit Pfützenspiegelung.“ 😀

  • Ein Jahr lang jede Woche ein Wort. Dazu ein passendes Werk. Musikalisch, filmisch, literarisch, fotografisch. Alles geht. Alles darf. Solange sich das Werk dem Wort widmet. Und einige Worte zum Werk entstehen. Mitmachen darf jeder. Eine Woche lang. Bis zum nächsten Wort. Einfach in den Kommentaren euer Werk zum Wort verlinken. Und hier jede Woche das nächste Wort erwarten. 

    Der Stepnwolf

    Wort: Feder

    Werk: Des blauen Pfauen bunte Federn (2015)

    Ich glaube, ich habe es noch nie live erlebt, wenn ein männlicher Pfau seine Schwanzfedern zum Rad auffächert… Auch hier im Holland Park 2015 hat sich dieser Pfau nur so präsentiert. Aber was für prachtvolle Farben schon im normalen Zustand!!! Irgendwie war mir dieser Pfau zuerst zum Thema eingefallen, obwohl ich auch die weißen Pfauen (gesehen und fotografiert in Warschau – werden sicher noch an anderer Stelle gezeigt werden) ausgesprochen hübsch finde.

    Fasziniert bin ich immer wieder davon, dass in der Tierwelt – gerade bei Vögeln und Enten – sich die Männchen mit buntem Federkleid ins Zeug legen, um ein Weibchen zu bezirzen. Finde, das sollte sich unter Menschen auch noch mehr durchsetzen… 😀 😉

    Das erste Wort war: Aufbruch

    Das nächste Wort: Idol

  • Winter wonderland – in Krailling (und Planegg) 2.0

    Der letzte Sonntag (7.1.) hat uns einen erneuten Wintereinbruch gebracht. Wie immer: erst NACH den Weihnachtsferien… 🙄 Aber nichtsdestotrotz habe ich seitdem das Wetter genossen. Erst kam der Schnee und dann die Kälte.

    Am Sonntag war alles noch recht matschig, was den Vorteil hatte, dass es doch noch die ein oder andere Pfütze gab.

    Doch auch rund um das Kloster Maria Eich faszinierten die Bäume wieder im weißen Kleid.

    Dann wurde es richtig kalt – und neblig, was zu wunderschönen Eisnadeln an Bäumen und anderswo führte.

    Am Freitag dann habe ich mehr oder weniger (un)freiwillig den Sonnenaufgang miterlebt (ich berichtete) – bei klirrender Kälte, aber es war einfach eisig schön!

    Als ich losging, war noch blaue Stunde (gerade so beim Übergang zur goldenen Stunde, aber es fühlte sich eher blau an…).

    Zwei Bäume ich habe ich in zeitlichem Abstand fotografiert. Nummer 1:

    Nummer 2:

    Und dann habe ich noch einige Nahaufnahmen für euch, die ich ganz besonders reizvoll finde… ❤ Vor dem Sonnenaufgang:

    Während des Sonnenaufgangs:

    Bei der nächsten Aufnahme habe ich verschiedene Zuschnitte ausprobiert und gestern auf X/Twitter danach gefragt, welche Variante den Leuten am besten gefällt. So viel Feedback habe ich noch selten bekommen!

    Das Original (erstes Bild) hat wohl die Nase vorn, aber bei den drei Zuschnitten ist es relativ ausgeglichen. Als erstes hatte ich das vierte Bild auf Bluesky zum Thema ‚Detailverliebt‘ beim #FotoVorschlag gepostet – ich mag es auch nach wie vor sehr gern, weil da die Eiskristalle am besten rauskommen.

    Was meint ihr? Welches Bild ist euer Favorit?

  • Ha, gebt’s zu, da hättet ihr jetzt wieder eine Pfützenspiegelung erwartet, so wie letzte Woche! Und klar habe ich auch in dieser Woche – trotz erneuten Schneefalls am Sonntag – wieder ein paar Pfützenspiegelungen eingefangen. Irgendwie war es dann aber so, dass ich die besten winterlichen Pfützenbilder schon auf Twitter/X, Pixelfed und Bluesky im Rahmen meines #APuddleADay-Projekts gepostet hatte, sodass ich lieber etwas Neues wollte.

    Plan B war dann für heute angesetzt: der Berger Weiher hier in Krailling. Und ja, ich habe dort auch Fotos gemacht, aber irgendwie bin ich dann bei diesem Spiegelbild in diesem Verkehrsspiegel nahe der Freiwilligen Feuerwehr Stockdorf hängen geblieben.

    Ich hoffe, ihr seid nicht enttäuscht, dass es mal keine Pfütze gab – trotz des überaus passenden Begriffs… 😉 Lasst mir doch gerne einen Kommentar da, und schaut auch mal bei Norbert Eder vorbei, der der Initiator dieser Challenge ist.