Der Stepnwolf lässt seine wöchentliche Blogaktion wiederaufleben: Das Werk zum Wort. Er schreibt:
Ein Jahr lang jede Woche ein Wort. Dazu ein passendes Werk. Musikalisch, filmisch, literarisch, fotografisch. Alles geht. Alles darf. Solange sich das Werk dem Wort widmet. Und einige Worte zum Werk entstehen. Mitmachen darf jeder. Eine Woche lang. Bis zum nächsten Wort. Einfach in den Kommentaren euer Werk zum Wort verlinken. Und hier jede Woche das nächste Wort erwarten.
2019 habe ich – recht unregelmäßig 😳 – als Singende Lehrerin meist filmische Werke zum Wort ausgewählt und kurz ein paar Worte dazu verloren. Hier möchte ich nun – hoffentlich regelmäßig – jeweils ein fotografisches Werk (von mir) zum Wort vorstellen. Schließlich hat mein Freund extra „fotografisch“ miteingefügt – 2019 gab es diese Kategorie noch nicht. ❤ Sicher werde ich hier oft in das Archiv greifen, aber wann immer es geht, mache ich auch neue Fotos zum Wort. Wie heute.
Das Wort: Aufbruch
Das Werk: Aufbruch auf einen morgendlichen Winter-Sonnenaufgangs-Spaziergang
Eher widerwillig bin ich heute Morgen – an meinem freien Tag! – vor 7 Uhr aufgestanden, um meinen Freund zur U-Bahn zu fahren, damit er trotz GDL-Streik rechtzeitig zu seiner Fortbildung kam. Doch die Aussicht, dass ich dann vielleicht den Sonnenaufgang draußen irgendwo auf freiem Feld bei verschneiten und/oder mit Eisnadeln versehenen Bäumen erleben und fotografisch festhalten könnte, hat es mir dann doch etwas leichter gemacht.
Und so brach ich auf zu einem Spaziergang, der mich bei klirrender Kälte von der Blauen in die Goldene Stunde und schließlich zum Sonnenaufgang führte. Das war ganz schön eisig, aber auch eisig schön! Das ausgewählte Foto zeigt die Stimmung am Anfang, passend also zum Thema Aufbruch.
Die anderen Fotos – eben bis hin zum Sonnenaufgang – gibt es demnächst in einem extra Beitrag!
Über Mastodon habe ich von der 52 Wochen Foto Challenge von Norbert Eder erfahren, an der ich versuchen will, sowohl auf Mastodon als auch hier auf dem Blog teilzunehmen, damit hier regelmäßig etwas geschieht. 🙂
Ähnlich wie beim #JedeWocheEinFoto geht es hier darum, neue Fotos zu schießen, nicht auf das Archiv zurückzugreifen. Ein wesentlicher Unterschied jedoch ist, dass die Begriffe schon im Vorfeld bekannt sind, man sich also schon vorher Gedanken machen kann.
Für das Thema der ersten Woche ist es allerdings eher Zufall, dass ich in Salzburg diesen Baum in einer Pfütze eingefangen habe. Und leider war die Pfütze nicht weit genug weg, um ihn komplett einzufangen, aber ich mag das Foto trotzdem. Es hat dieses sehr schmale Format, weil ich „Störfaktoren“ auf der rechten Seite (ein zweiter Baumstamm, Teil des Daches der Kirche Maria Himmelfahrt) abgeschnitten habe. Ansonsten ist das Foto komplett unbearbeitet.
Das nächste Thema – Reflexionen – hätte ich damit im Grunde genommen auch schon abgedeckt, aber natürlich wird es dazu ein extra Foto geben.
Falls jemand Lust hat, auch an der Foto-Challenge teilzunehmen, verlinkt mich gerne, vor allem aber den oben verlinkten Beitrag von Norbert Eder,
Ich bin so dermaßen hinterher mit meinen Fotobeiträgen zu unserer Polenreise. So viele Motive, so viele Pfützen, soo viele Fotos zu sichten, auszuwählen, zu bearbeiten… Nun beginne ich mit dem einfachsten Beitrag: mit den Zwergen, die überall in Wrocław (ehemals Breslau) verteilt sind. Doch was hat es auf sich mit dem Zwergen?
Es begann alles mit einem politischen Protest in den 80er-Jahren. Die sogenannte „Orange Alternative“ war eine Bewegung, die in der Unzufriedenheit mit dem kommunistischen Regime wurzelte.
Nun ist ja bekannt, wie kommunistische Regierungen üblicherweise mit Kritikern umgingen und wie gefährlich es sein konnte, eine von der offiziellen Linie abweichende Meinung öffentlich zu vertreten. So wurden beispielsweise antikommunistische Graffitis regelmäßig überstrichen, sodass ihre unerwünschte Botschaft nicht mehr sichtbar war.
Mit der Zeit kristallisierte sich die Farbe Orange als Antwort auf das kommunistische Rot heraus, und bei Protestveranstaltungen begannen die Teilnehmer orange Kopfbedeckungen zu tragen, die an Zwergenmützen erinnerten. Auch wurden im August 1982 erstmals die zensierten und übermalten Graffitis von der Bewegung erneut überstrichen – mit Bildern von Zwergen. Denn wäre es nicht lächerlich, wenn die Regierung Wandbilder von Zwergen zensierte …? Somit wurde der Zwergenaufstand von Breslau zu einer stillen, aber gut sichtbaren Protestform.
Damals gab es allerdings noch keine Bronzestatuen – deren Invasion begann erst viel später, im Juni 2001, in der ul. Świdnicka. Dort wurde mit dem „Zwerg-Papa“ eine Erinnerungsfigur an die damaligen Proteste errichtet. Dies löste eine Lawine unerwarteten Ausmaßes aus. 2005 wurden weitere fünf Zwerge in der Stadt aufgestellt, allesamt vom Künstler Tomasz Moczek entworfen.
Seitdem haben sich die Zwerge auf wundersame Weise geradezu exponentiell vermehrt und inzwischen finden sich alle denkbaren Varianten. […] Die heutige Anzahl an Zwergen kann nur geschätzt werden – einigen Quellen zufolge gibt es mittlerweile über 500 der kleinen Bronzestatuen.
Ich glaube, das hier war unser erster Fund gleich am ersten Abend.
Die Verliebten auf der Bank fanden wir besonders reizend.
Die folgenden zwei waren in der Nähe dieses Geländers mit unzähligen „Liebesschlössern“.
An der Oper.
Diese Gruppe hat uns besonders gut gefallen. 🙂
Noch ein paar vom letzten Abend.
Wenn ich mich nicht verzählt habe, sind es 31 Zwerge bzw. Zwerggruppen. Also nur ein Bruchteil der insgesamt aufgestellten Zwerge. Das heißt wohl, wir müssen da irgendwann nochmal hin… 🙂
Welcher ist euer Lieblingszwerg oder eure Lieblingszwergin? Ich freue mich auf eure Kommentare. 🙂
2022 habe ich versucht, hier monatlich einen Rückblick zu veröffentlichen auf die Fotos, die ich für das wöchentliche Fotoprojekt #JedeWocheEinFoto auf Twitter geschossen und dann dort veröffentlicht hatte. Leider bin ich nur bis KW 30 gekommen und habe das Teilen des Projekts auf meinem Blog einschlafen lassen. Nun auf einen Schlag hier alle Fotos des letzten Jahres zu teilen, scheint mir etwas zu umfangreich, und somit beschränke ich mich bei meinem Rückblick auf die erfolgreichsten (ab 60 Likes, ich gehe aber chronologisch vor) und ein paar Fotos, die ich selbst sehr passend zum Thema fand, die aber weniger Anklang gefunden haben. Hier noch ein paar Infos zum Projekt:
Der Zwetschgenmann führt seit 2020 ein Twitter-Fotoprojekt weiter, das 2014 von dem Twitter-Account @quergerade ins Leben gerufen worden war, später von @kermitnrw weitergeführt wurde, bis eben der Zwetschgenmann übernahm. Bei diesem Projekt bekommen die Teilnehmer*innen wöchentlich ein Thema auf Twitter (jetzt X) – und seit ein paar Monaten auch auf Blue Sky (bsky.social) – gestellt, zu dem sie dann ein Foto schießen können, was sie dann unter dem Hashtag #JedeWocheEinFoto mit der Angabe der Kalenderwoche und dem Thema auf Twitter posten. Archivbilder sind verboten (mit einer Ausnahme dieses Jahr bei KW 01 + 10), es ist wirklich als Anregung dazu gedacht, sich zu einem neuen Foto inspirieren zu lassen.
Etwas mehr Resonanz hatte ich mir für folgende Beiträge gewünscht:
KW 12/23Ich will nicht nach Berlin
Das Thema war für mich schwer umzusetzen, ich fand dann aber meine Idee ganz cool, den Münchner Olympiaturm zu fotografieren, um auszudrücken, dass ich wegen des Berliner Fernsehturms nicht extra nach Berlin muss, wenn wir in München den Olympiaturm haben. Da konnten irgendwie nur 45 meinen Gedankengängen folgen… 😳 Ich mag ja außerdem die Perspektive hier recht gern.
KW 15/23Im Fokus
Diesen umgefallenen Baum, den wir bei unserer Wanderung um die Osterseen entdeckt hatten, fand ich aufgrund seiner krakeligen Äste bemerkenswert, weswegen ich ihn ganz „in den Fokus“ meines Bildes gestellt hatte. Ich mag das Bild sehr, immerhin 52 waren ähnlicher Meinung.
KW 18/23Maroder Charme
Das Foto habe ich wirklich extra für dieses Thema bei unserer Wanderung von Tutzing nach Feldafing geschossen und auch entsprechend bearbeitet. Ich finde, es strahlt tatsächlich „maroden Charme“ aus, ähnlich sahen das allerdings nur 43.
KW 33/23Die Spur der Steine
Am 15.8.23 waren wir in Nürnberg und ich habe dem Stepnwolf das ehemalige Reichsparteitagsgelände gezeigt. So waren wir natürlich auch am Zeppelinfeld und ich habe dieses Foto von der Haupttribüne gemacht, wo sozusagen eine geschichtliche „Spur der Steine“ zu sehen ist, die uns mahnt, nie wieder so ein verbrecherisches Regime an die Macht kommen zu lassen. Für mich trägt dieses Foto also jede Menge Inhalt in sich. Mal ganz abgesehen davon finde ich es fotografisch interessant, dass ich gerade den Moment erwischt habe, als die beiden Personen jeweils am Rand des Bildes waren. Da war ich schon enttäuscht, dass das Foto nur 48 Likes bekommen hat. Für mich ist es ein Foto des Jahres.
KW 41/23Bild im Bild
Ich habe ja gar nicht so viele Pfützenbilder bei diesem Projekt untergebracht, fand dann aber dieses Foto von der Minipfütze auf einer der Steintreppen im elterlichen Garten supergenial passend zum Thema „Bild im Bild“. Nur 25 Leute sahen das ähnlich. Das fand ich schon traurig, ehrlich gesagt.
KW 52/23Stille Nacht
Ja, zugegebermaßen wäre das Foto noch schöner gewesen, wenn da links oben der Mond aus den Wolken geschaut hätte – leider hatte er sich genau dann versteckt, als ich die Kamera (bzw. das Google Pixel 8) zur Hand nahm. Aber trotzdem finde ich die Stimmung auf dem Foto toll und hätte mir eigentlich noch mehr als 44 Likes erhofft. Nun bekommt es hier den Ehrenplatz als letztes Foto – das ist doch auch was. 🙂
Apropos Resonanz: Ich freue mich auf euer Feedback zu meiner Auswahl! 🙂 ❤
Da gestern die Sonne schien und ich ja Ferien habe, fasste ich kurzfristig den Beschluss, am Nachmittag für einen Fotospaziergang mit der S-Bahn nach Starnberg zu fahren. Das war eine sehr weise Entscheidung, auch wenn die Lichtverhältnisse zu Beginn noch nicht so blendend waren. Naja, oder besser gesagt, sie waren eben schon blendend…
Doch als noch ein paar mehr Wolken aufzogen, entdeckte ich ein spannendes Phänomen, das man offenbar „Nebensonne“ nennt (ich bevorzuge den Begriff „Regenbogen-Fetzen“ 😉 ).
Die Sonne näherte sich immer weiter dem Horizont und ich dachte, das orangefarbene Licht – insbesondere beim Heranzoomen der Berge – war alles, was es bei diesem Sonnenuntergang geben würde…
Und so konzentrierte ich mich zunächst auf Bäume als Silhouetten vor der untergehenden Sonne.
Als ich dann über die Nepomukbrücke zurück Richtung S-Bahn lief (das nächste Bild zeigt den Blick auf den schon recht dunklen See), in Erwartung, dass ich nun nur noch auf den Mondaufgang warten würde, weil die Sonne so gut wie untergegangen war, wurde ich völlig kalt erwischt von dem Farbenrausch, der sich nun über den See ergoss…
In die eine Richtung rosa,…
… in die andere eine Farbpalette, die mir schier den Atem raubte und die Tränen in die Augen trieb.
Es fällt hier wirklich schwer, eine Auswahl zu treffen.
Eins meiner Lieblingsfotos von diesem Abend (hat bis dato auf Twitter/X 714 Likes und 48 Retweets und auf Blue Sky 527 Likes und 65 Reposts bekommen):
Beim (vergeblichen) Warten auf den Mond habe ich dann noch diese Impressionen von Starnberg eingefangen.
Als eine Stunde nach Mondaufgang der Mond immer noch nicht sein Gesicht gezeigt hatte, gab ich auf und bin dann doch heimgefahren. Enttäuscht war ich dennoch nicht – wie auch nach diesem Farbenrausch!
Was für ein Wintermärchen war das heute! Strahlend blauer Himmel und dazu 40-50 cm Pulverschnee. Einfach zauberhaft! Aber seht selbst.
Zunächst ein paar Details am Wegesrand.
Auf dem Weg durch Krailling zum Wald.
Jetzt geht’s rein in den Wald – viele Bäume und Äste biegen sich unter der Schneelast auf den Weg.
Die erste Lichtung.
Unter der Last des Schnees sind auch noch (fast) die letzten Blätter runtergefallen.
Photobombing durch einen Hund…
Nun wurde es endgültig abenteuerlich – nur eine Spur war vorgelegt worden (später überholten uns noch zwei Männer, in deren Fußstapfen wir treten konnten).
Blick zurück!
Nicht immer einfach, sich einen Weg um, unter oder über abgebrochene oder sich auf den Weg biegende Äste zu bahnen.
Endlich bei meinem Lieblingsbaum angekommen!
Hier gab’s gar keine Spuren mehr…
Diese Lichtung war heute auch besonders wundervoll. ❤ Aber hier waren nicht nur Äste abgebrochen! 😮
Und nun ging es über freies „Feld“ zurück… Endlich gab es wieder etwas ausgetretenere Wege, denn das Stapfen durch den tiefen Schnee war doch ganz schön anstrengend!
Wir konnten uns kaum satt sehen an so viel Winter Wonderland! Ich hoffe, ihr erfreut auch ein bisschen an meinen Fotos. 🙂
Rekordhöhen an Schnee hier um München herum. Es ist ein Traum! 😊 Los ging es gestern, sodass der Blick aufs Cinema vor der Sneak Preview verträumt-verschneit war.
Das Foto habe ich mit meinem neuen Google Pixel 8 gemacht.
Eigentlich wollte ich an dieser Stelle etwas über „Görliwood“ und die verschiedenen Stationen auf unserer „Görliwood“-Tour erzählen. Aber ich muss leider ehrlich zugeben, dass der dauernde Regen dazu geführt hat, dass das, was wir in den Schaufenstern zu den verschiedenen Drehorten gelesen haben, quasi „weggeschwommen“ ist. Ich habe auch – mit vielleicht einer Ausnahme – keine wirklichen „Dies ist ein Drehort“-Fotos geschossen. Am interessantesten war für mich, dass GRAND BUDAPEST HOTEL, mein Lieblingsfilm von Wes Anderson, zum Teil in Görlitz gedreht wurde, aber da wir es im Vorfeld nicht geschafft hatten, den Film noch einmal anzusehen, gab es hier auch keine „Aha!“-Momente, zumal hier oft auch Räumlichkeiten genutzt wurden, die für uns als Touristen nicht zugänglich waren. Wie z. B. hier, im Kaufhaus Görlitz, dessen Innenräume als Grand Budapest Hotel fungierten:
Das wäre schon höchst spannend gewesen, im Inneren umherzugehen, aber das Gebäude war verschlossen und der Eingang bewacht.
Und so bleibt es in meinem Beitrag eher bei allgemeinen Impressionen unseres Rundgangs (zu den vielen tollen Türen und Toren schaut bitte bei meinem ersten Beitrag zu Görlitz rein!) bei fast durchgängigem Regen. Wir hatten auch dummerweise keinen Schirm dabei, sondern nur unsere Regenjacken an. Deswegen habe ich meine Kamera immer nur kurz herausgeholt und möglichst schnell Fotos gemacht.
Auf unserem Weg vom Hotel in die Altstadt gingen wir durch den Bahnhof, den ich euch von außen bei Nacht schon im letzten Beitrag gezeigt habe. Er hat eine wirklich hübsche, alte Bahnhofshalle! Das erste Foto hatte ich schon am Tag vorher gemacht, das zweite am Abschluss unserer Runde.
Nun einige Pfützenfotos, die ich dann doch noch mitnehmen musste, auch wenn die Pfützen weniger klar waren und meine Kamera etwas nass wurde.
Auf diesem Platz standen übrigens am Abend zuvor noch das Riesenrad und die ganzen anderen Fahrgeschäfte und Buden – wir waren schon sehr überrascht, dass das alles nachts noch abgebaut worden war!
Weitere Eindrücke aus der Altstadt:
Die Schwarze Straße bei Tag.
Am Ende ein Blick von der Brücke, die zur polnischen Nachbarstadt Zgorzelec führt, auf die Pfarrkirche St. Peter und Paul und Häusern an der Neiße – in unterschiedlicher Bearbeitung: Welche Version gefällt euch besser?
Zum Abschluss jetzt meine Frage: Wie viele Regenschirme haben sich auf meinen Fotos „versteckt“? 🙂