• Fotografie: Himmel #42

    Dieses Foto von Dienstag passt irgendwie zu meiner Stimmung in just diesem Moment. Dunkle Wolken ziehen über mein Gemüt, nachdem ich gerade die Doku 13th (Der 13.) von Ava DuVernay auf Netflix gesehen habe. Aber die Wut und Verzweiflung angesichts so viel Ungerechtigkeit und Leid lässt in mir auch ein Feuer brennen… Darüber am Sonntag mehr in meiner Nachgedacht-Foto-der-Woche-Kategorie, denn meine Gedanken muss ich jetzt irgendwie niederschreiben…

    Edit: Ich werde doch mein Nachgedacht-Foto für etwas anderes nutzen. So wird es einfach einen extra Artikel geben – muss ja nicht alles ein Label haben…

  • Nachgedacht: Foto der Woche #6
    Idee von Aequitas et Veritas; Foto: Ethan Hoover

    Habe lange nachgedacht, zu welchem Foto ich heute Gedanken aufschreiben möchte. Da wären Nahaufnahmen von Rosen mit Regentropfen gewesen und eine erneute Aufnahme meines Lieblingsengels im elterlichen Garten, oder vielleicht die Tasse mit dem ermutigenden „You’re awesome“, aus der ich gerade bewusst getrunken habe…

    Schließlich fiel aber meine Entscheidung auf ein Bild, das mein älterer Bruder gestern von mir im verblühten Sonnenblumenfeld gemacht hat (mit dem Handy). Er hat auf seinem Handy da ein extrem schmales Format, weswegen ich euch zwei verschiedene Fotos biete – eins in Querformat (für diejenigen, die den Beitrag auf dem Laptop ansehen) und eins in Hochformat, das sich besser fürs Ansehen auf dem Handy eignet.

    Die gelbe Regenjacke begleitet mich seit ca. zwei Jahren – sie ist ein wenig gefüttert, sodass ich sie gerne als Übergangsjacke im Frühling und Herbst trage. Mut zur Farbe, hatte ich mir gesagt, als ich sie bei Tom Tailor entdeckte.

    Gleichzeitig aber macht die Farbe auch Mut. Auf den Bildern bringt das Gelb ein bisschen Zuversicht in das triste herbstliche Szenario. Die Sonnenblumen sind vergilbt, ihr Leben geht zu Ende. Das Gelb meiner Jacke als Ausblick auf eine „Wiedergeburt“ im neuen Jahr?

    Meine Mutter hat zu einem Foto von mir – im Fotoalbum, das ich zu meinem 6. Geburtstag bekommen habe – geschrieben „Du – als schönste Blume“ (ich stand inmitten von Blumen). Eigentlich wird mir jetzt gerade erst bewusst, welch starke Botschaft das war. Es passt direkt zu den Worten auf der oben angesprochenen Tasse. Einem Kind schon früh seine Einzigartigkeit, seine (innere und äußere) Schönheit durch so ein – im Grunde genommen simples – Bild vor Augen zu führen, was für ein Segen.

    Das fällt mir nun auch wieder ein – denn die Jacke gibt mir tatsächlich immer ein bisschen so ein Gefühl von „Seht-her-ich-verstecke-mich-nicht“. Ich bin sicherlich nicht die „Schönste von allen“, aber ich bin gut, so, wie ich bin. Mit all den kleineren Makeln und größeren Macken.

    Und gleichzeitig hilft mir die Jacke tatsächlich manchmal auch ein wenig dabei, meine eigene Stimmung zu erhellen – etwas, das nicht nur zur Zeit von immenser Wichtigkeit ist. Klar, die Jacke hat keine esoterischen Zauberkräfte und doch glaube ich fest daran, dass manchmal Kleider Leute machen – nur hier ganz anders gemeint.

  • Fotografie: Himmel #41
  • Fotografie: Lost Places #4 – Verwildertes Gartenhäuschen

    Ich kenne das heutige Objekt noch aus besseren Zeiten, da es ganz in der Nähe meines Elternhauses steht. Eine Art Mini-Schrebergarten am Dorfrand. Doch nun verfällt es zusehends, worauf mich vor einigen Monaten mein Vater aufmerksam gemacht hatte, als er Fotos davon zeigte.

    Also war es nun Zeit, das Häuschen selbst fotografisch einzufangen. Ich bin einmal am späten Nachmittag dort gewesen und dann am nächsten Morgen nochmal, um zu sehen, wie das Ganze im Sonnenschein aussieht. Lasst mich doch gerne in den Kommentaren wissen, ob ihr die „düstere“ oder sonnigere Variante lieber mögt!

    Ein letzter Blick zurück (für diesen Tag):

    Und nun noch ein paar wenige Bilder mit heller Sonne:

    Hier habe ich wieder ein bisschen mit den Einstellungen experimentiert – welches Bild gefällt euch am besten? Das erste ist im normalen Automatikmodus fotografiert, dann folgt „Toy Pop“, in der zweiten reihe „Bleached“ und „Toy“.

    Das Innere sieht übrigens wenig interessant aus:

  • Nachgedacht: Foto der Woche #5
    Bild von Aequitas et Veritas; Foto: Ethan Hoover

    Heute fällt mein Beitrag etwas kürzer aus, der gestrige Tag hat eine Wendung genommen, die meinen normalen (Arbeits-)Alltag durcheinanderwirft. Da bekam ich eine Mail vom Gesundheitsamt mit folgendem Betreff:

    Rückruf wegen Covid-positivem Schüler

    Daraus folgte:

    Ich bin also just am #Weltlehrertag im „Home Office“. Momentan warte ich auf den Anruf des Referats für Gesundheit und Umwelt (RGU) München, um zu erfahren, wie es weitergeht. Komplikation auf meiner Seite – ich war dieses Wochenende in Halle (Saale) und bin nun vorsichtshalber gestern Abend nicht mit dem Zug heimgefahren, da ich nicht wusste, ob ich in Quarantäne bleiben muss (evtl. bis zu einem Test-Termin?).

    Nun sitze ich hier noch immer im Schlafanzug, weil ich mich nicht traue, unter die Dusche zu gehen – es könnte ja ein Anruf des RGU kommen…

    Ich bin ja heilfroh, dass wir bisher in München nach wie vor auch im Unterricht Mund-Nasen-Schutz tragen mussten, sodass sich hoffentlich niemand angesteckt hat. Allerdings ist es durchaus so, dass wir nicht genau wissen, wie sich die Schüler*innen in den Pausen verhalten haben – es wird wohl doch wichtig werden, dass wir da noch genauer hinsehen. Ich habe kein gutes Gefühl für den Herbst und Winter, muss ich sagen… Es war jetzt schon manchmal schwierig, auf Durchlüftung zu bestehen – es gibt halt auch immer Schüler*innen, die direkt am Fenster sitzen.

    Naja, nun hoffe ich, dass ich bald weiß, wie es weitergeht. Darf ich mich ohne Test in den Zug nach München setzen? Bekomme ich hier in Sachsen-Anhalt einen Test mit raschem Ergebnis? Oder gelte ich mit nur 90 Minuten im selben Raum mit der Infizierten als nicht gefährdet und brauche keine Quarantäne / keinen Test? Allerdings möchte ich mich eigentlich auf jeden Fall testen lassen, weil ich am Wochenende zu meinen Eltern fahren wollte… :-/

    Happy World Teachers‘ Day…

    Nachtrag: Ich gelte tatsächlich als Lehrkraft mit genügend Abstand zu den Schüler*innen nicht als gefährdet, weswegen ich ab Mittwoch wieder in den anderen Klassen stehen werde. Ich werde allerdings morgen freiwillig einen Corona-Schnelltest machen lassen, aus o. g. Grund.

  • Fotografie: Himmel #40

    Am letzten Sonntag nahe meines Elternhauses in Oberfranken.

  • Fotografie: Lost Places #3 – Das Waldsanatorium Schwarzeck (6)

    So, letzter Eintrag zu diesem Objekt – vorerst. Eigentlich möchte ich mal noch ein Best-Of zusammenstellen, bzw. meinen Lieblingsaufnahmen jeweils einen Einzelbeitrag widmen. Mal sehen, wie ich das gestalten werde.

    Zuletzt folgen jetzt noch ein paar Fotos, bei denen ich verschiedene Kreativ-Modi oder Bildstile ausprobiert habe. Ich zeige z. Tl. auch dasselbe Motiv in verschiedenen Einstellungen – entscheidet selbst, was euch am besten gefällt (sagt es auch gerne in den Kommentaren).

    Selektivfarbe rot

    Selektivfarbe… beige?

    Links das Original, rechts Selektivfarbe

    Selektivfarbe grün

    Verschiedene Selektivfarben (das 1. Bild sollte das Original sein):

    Eines meiner Lieblingsmotive:

    Einstellung „Old“ (glaube ich)
    Einstellung: „Bleach“
    Einstellung: „Cross-Prozess“ (mein Liebling)

    Diese Treppe samt Fenstern und Flur hatte es mir auch sehr angetan – hier noch zwei Varianten:

    Da bin ich mir nicht mehr sicher, welche Einstellung das war…
    Einstellung: „Cross-Prozess“

    Die folgende Treppe gefällt mir am besten in der „Dynamisch-Monochrom“-Einstellung, die ich für den Beitrag über die Treppenhäuser und Gänge herausgesucht hatte:

    Aber die „Cross-Prozess“-Variante ist auch nicht schlecht:

    Hier die Decke des Großen Speisesaals – ich glaube in „Expressiv“:

    Hier eins der wenigen Bilder, bei denen die Einstellung „Sun“ mal einigermaßen passt. Zugegebenermaßen wusste ich da auch noch nicht, dass man diese „Sonne“ verschieben kann und auch größer oder kleiner machen kann. 😳

    Und nun eines meiner absoluten Lieblingszimmer – auch wenn das Mobiliar hier sicher gestellt war. Da würde mich wirklich brennend interessieren, welches Bild euch besser gefällt.

    Einstellung: „Toy Pop“
    Einstellung: „Bleach“

  • Nachgedacht: Foto der Woche #4
    Bild von Aequitas et Veritas; Foto: Ethan Hoover

    Ich bin etwas später dran – eigentlich wollte ich immer sonntags meine Gedanken zum Foto der Woche mit euch teilen, doch dafür war am Wochenende keine Zeit – und keine Muße.

    Warnung: Die folgenden Zeilen setzen sich mit dem bevorstehenden Tod eines lieben Menschen auseinander.

    Die Physalis haben sich im vorderen Garten meines Elternhauses ziemlich verbreitet – und meine Eltern essen die Beeren auch gerne (wobei ich gerade gelesen habe, dass sie auch giftig sein könnten, offenbar streiten sich die Geister da etwas 😮 ).

    Und so steht dieses Foto vom Sonntag heute stellvertretend für die Gedanken, die sich in meinem Kopf dazu abspielen, was wohl in den nächsten Wochen, mit Glück vielleicht auch erst in den nächsten Monaten auf mich zukommen wird: Abschied zu nehmen von meinem Vater.

    Er macht es uns leicht, indem er sehr gefasst ist und zufrieden auf ein erfülltes Leben – mit Familie, mit Sport, mit sinnvoller Arbeit als Sozialpädagoge, im Garten, mit Fotografie und mit künstlerischem Tun – zurückblickt. Er hat auf der Palliativstation eine „Brücke zum Jenseits“ aus Ton geformt…

    Das hilft mir, aber dennoch ist mein Herz gerade etwas schwer. Und ich weiß nicht so recht wie das geht, dieses Abschiednehmen von einem Menschen, der mich seit meiner Geburt begleitet und mir so viel mitgegeben hat. Mehr kann ich jetzt auch nicht schreiben.

  • Fotografie: Himmel #39

    Ich habe in dieser Woche kein Himmel-Bild geschossen, deswegen heute eins aus dem Archiv. August 2016 an der Küste von Oregon (Indian Beach). ❤

  • Mit dem Fotoapparat unterwegs in Thüringen: Die Ziemestalbrücke

    Einer der Veranstalter der Schwarzeck-Fototour war von zwei Teilnehmern nach weiteren lohnenswerten Zielen in der Region gefragt worden, da war ich hellhörig geworden und hatte mich mitdazugestellt. Die Ziemestalbrücke wurde deswegen zu einem weiteren Ziel. Sie liegt in der Nähe der Hohenwartetalsperre und war durch eine kurze Wanderung durch den Wald recht schnell zu erreichen.

    Voilà:

    Na gut, nicht ganz… 😉

    Auf winzig kleinen Treppenstufen ging es dann nach oben. Nicht ganz ungefährlich…

    Die Thüringer Oberlandbahn verband früher Thüringen mit Franken, die Ziemestalbrücke liegt auf der Strecke der Bahnlinie Triptis – Marxgrün. Spätestens seit 2005 fahren hier keine Züge mehr – man kann allerdings eine Fahrt mit der Draisine buchen. Allerdings habe ich keine aktuelle Seite im Internet finden können. Trotzdem haben wir wohl ein solches Gefährt gehört, als wir noch unten an der Brücke waren.

    Ich habe ja Höhenangst. So. Und zwar z. B. dann, wenn ich unter meinen Füßen sehen kann, wie tief es runtergeht. Das hieß für mich beim Überqueren der Brücke: Schön innen laufen und möglichst nicht nach unten blicken. Für den Stepnwolf war alles ganz easy. Er ist auch derjenige, der dieses Bild hier schoss:

    Ich ließ es mir dann aber doch nicht nehmen, ein paar unfassbar tolle Instagram-Posen einzunehmen (das „beste“ davon rechts unten 😀 ).

    Nun wurde es nochmal spannend, denn wir wussten, dass man auf der Strecke zurück in Richtung unseres Autos noch durch Tunnel durchgehen konnte. Ein bisschen fühlte sich das Ganze wie bei Stand By Me an (nur ohne Leiche, wie mein Freund trocken anmerkte…)

    Ich muss immer noch kichern darüber, dass mein Freund sich darüber wunderte, wie stockdunkel es im Tunnel sei, und wie ich ohne Licht etwas sehen konnte. Er hatte noch die Sonnenbrille auf… 😀 😀

    Das war schon sehr cool – äh, und verboten, wie uns dieses Schild am anderen Ende des Tunnels zeigte:

    Aber diesmal ließ ich mich nicht davon beirren – und eine Zeitlang konnten wir auch gar nicht mehr von der Bahnanlage runter…

    Zuletzt kamen wir an einer Art kleiner Haltestelle (?) vorbei.

    Hier probierte ich mal wieder meinen SW-Modus aus. (Ich gestehe es: Ich LIEBE das letzte Foto. ❤ )