
Da mir ja oft der Schnee fehlt, um ein wenig in Weihnachtsstimmung zu geraten, dachte ich, dass es euch vielleicht ähnlich geht. Darum bekommt ihr bis zum 24. Dezember jeden Tag ein Winterbild mit Schnee oder Reif (Fotos aus den letzten 10 Jahren).

Mit dem Fotoapparat unterwegs – in der Heimat und in der Ferne
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Seit 1988 ist der Bahnhof Olympiastadion ein Geisterbahnhof und ist laut Wikipedia sogar denkmalgeschützt. Nun, es befinden sich tatsächlich auch Zäune rings um das Areal, die allerdings schon sehr „löchrig“ sind, sodass selbst ich gesetzestreue Bürgerin (nein, ich setze das nicht mal in Anführungsstriche… *seufz*) es gewagt habe, das Gelände zu betreten. Allerdings war ich nicht gerade mit dem richtigen Schuhwerk ausgestattet (die Fotos stammen vom September), was mich zu äußerster Vorsicht nötigte.

Hier als erstes der nahezu direkte Vergleich (ich kannte das obige Foto zu dem Zeitpunkt nicht) zwischen dem Blick, den der Fotograf oder die Fotografin 1984 hatte und dem, der sich mir bot.

Die Natur hat sich zurückgeholt, was man ihr genommen hat! Ideal wäre das Areal für post-apokalyptische Filmaufnahmen – tatsächlich ist der Bahnhof bei Fotograf*innen und Instagrammer*innen sehr beliebt. Als ich dort war, fand ein mindestens semi-professionelles Fotoshooting dort statt (mit entsprechendem Equipment; die Frauen, die abgelichtet wurden in Gothik-Klamotten), später tauchten dann noch zwei junge Frauen auf, die ich eher in der Instagram-Ecke verorten würde. Außerdem saßen auch zwei Künstler*innen auf dem Gelände und zeichneten.
Manche der Bilder habe ich im Kreativ-Modus „Toy Pop“ fotografiert, der sattere Farben produziert. Ja, ich gebe zu, ich bin ein bisschen verliebt in diese Einstellung… 😳 (Ihr könnt ja mal raten, welche Bilder so entstanden sind.)
Die Eingangshalle








Der Blick von unten nach oben






Was sich die Natur zurückerobert…









Doch auch die Menschen haben sich diesen Ort zurückerobert…












Zuletzt noch ein paar kleine Details am Rande…





Man muss wirklich schnell sein die Tage: Durch die Bäume habe ich heute Nachmittag diese fantastischen Pastelltöne gesehen – bis ich nach ein bis zwei Minuten am See mit freier Sicht auf den Himmel (und auf Reflexionen im Wasser) war, sah alles eigentlich schon viel weniger farbenfroh und dramatisch aus, weitere zwei Minuten später war alles vorbei. War sowieso Glück, dass ich nicht meine übliche Runde durch den Nymphenburger Schlosspark gedreht habe, sondern nochmal einen Blick zurück riskiert habe!

Auf Twitter gibt es noch ein paar mehr Bilder von heute:

Sorry, nochmal der Mond – und streng genommen aus der KW 44 (der sogenannte „Blue Moon“ in der Nacht von Halloween auf Allerheiligen) -, aber das Bild ist einfach zu schön, um nicht geteilt zu werden. Ich hatte mit verschiedenen Einstellungen und Modi rumexperimentiert, eigentlich mit dem Ziel, die Mondoberfläche scharf zu bekommen. Das ist mir nicht gelungen (ich sag ja immer, dass ich keine Ahnung von Fototechnik habe 😳 ), aber von der Stimmung her gefällt mir das Ergebnis hier trotzdem sehr gut. Fehlte nur noch eine Krähe auf dem Baum…



Der Stepnwolf meinte gerade, es würde eh niemand merken, dass hier ein Foto der Woche fehlt, aber zu schummeln ist nicht meine Art. Ja, es müsste heute schon das Foto der Woche #9 hier stehen, aber die letzten zwei Wochen waren zu voll, um den Kopf frei zu haben… Deswegen bekommt ihr hier zwar heute tatsächlich zwei Fotos, aber nur zu einem Thema.
Es geht um Lieblingsorte. Dieser hier ist einer davon, und zwar im Nymphenburger Schlosspark:

Als ich im Herbst 2005 das erste Mal den Nymphenburger Schlosspark erkundete (ich war im September 2005 nach München gezogen), hat mich diese Stelle am Badenburger See mit Blick auf den (das?) Monopteros irgendwie sofort in ihren Bann gezogen. Dieser fast Bonsai-mäßig gekrümmte Baum, die Bank, der Blick, die anderen Bäume, die hier nicht zu sehen sind…
Und so kehre ich immer wieder an diese Stelle zurück – alleine, aber auch mit Menschen, die mir lieb sind. Familie, Freunde und Freundinnen, Besuch aus dem Aus- und Inland – viele schon durften (mussten? 😉 ) diesen Platz mit mir besuchen.
Und so ist es mir natürlich auch wichtig, diesen Lieblingsort mit meinem Lieblingsmenschen, wie man heute so schön sagt, aufzusuchen. Als mein Freund letzte Woche endlich wieder einmal bei mir in München war, durfte auch ein Spaziergang durch den herbstlichen Nymphenburger Schlosspark nicht fehlen.

Das ist schön, ihn auf dem Bild zu haben. Noch schöner, ihn in diesem Moment bei mir zu haben, mit ihm diesem Ort teilen zu können, zu wissen, dass er weiß, was ich meine, wenn ich sage: „Ich war wieder mal an meiner Lieblingsstelle im Nymphenburger Schlosspark.“
Ich weiß nicht, ob ihr auch dieses Phänomen kennt – oder euch daran erinnern könnt, wie es in den ersten Jahren eurer Partnerschaft war -, dass man am liebsten all die Lieblingsorte auf der Welt, die man schon alleine oder vielleicht mit anderen Menschen entdeckt hat, mit dem neuen Partner teilen möchte?! Langjährige Leser*innen wissen sicher, dass ein anderer Lieblingsort von mir z. B. der Mount Rainier in Washington State ist. Es besteht für mich kein Zweifel, dass ich „meinen Mt. Rainier“ meinem Freund eines Tages zeigen werde (post-Corona und post-Trump) – irgendwie habe ich das Gefühl, er kann mich sonst nicht in Gänze erfassen. Gut, das geht wahrscheinlich sowieso nicht 😉 , aber es gibt einfach Dinge, Orte, Filme, Menschen, Serien, Leidenschaften, die mich zu der Person machen, die ich heute bin, die gewissermaßen ein Teil von mir sind. Wenn man sich erst relativ spät im Leben kennenlernt, hat man eben vieles Formendes nicht zusammen erlebt. Deswegen ist es mir irgendwie ein tiefes Bedürfnis, einige Orte (z. B.) aus meiner Vergangenheit mit meinem Freund zu teilen.
Aber natürlich finde ich es auch spannend, neue Orte zusammen zu erkunden, sozusagen gemeinsame Vergangenheit zu erzeugen – in der Hoffnung auf eine lange Zukunft zu zweit, in der wir dann auch darauf zurückblicken können. ❤

Mal wieder der Mond.




Wie oft habe ich meine Idee für diese Woche umgeworfen… Und nun nehme ich spontan ein ganz anderes Bild, als ich gedacht hatte 😀 :

Mir ist nach etwas Leichtigkeit, denn Schwere gibt es z. Zt. genügend… Aber wofür steht diese Dose mit Hustenbonbons? Bei meiner Apotheke habe ich die aus einem Korb gefischt, der sich klar an Kinder gerichtet hat. Mein Kommentar zur Apothekerin beim Zahlen: „Ich habe übrigens keine Kinder!“ 😉 Und im Nachsatz: „Und Husten habe ich auch nicht… “ 😀
Ja, ich bin 50 Jahre alt, Und ja, ich LIEBE die Minions. Und zwar, seitdem ich den ersten Film mit ihnen (Despicable Me) 2010 in der Sneak Preview gesehen hatte. Schon 10 Jahre dauert diese Liebe an – wow! 🙂
Da stellt sich mir die Frage: Wann hört das auf? Wann werde ich erwachsen? Ich habe zwei Plüsch-Minions im Schlafzimmer sitzen (nein, ich nehme sie nicht mit ins Bett) – neben Flounder, übrigens, dem süßen gelb-blauen Fisch aus The Little Mermaid (Arielle die Meerjungfrau), der schon bald stolze 30 Jahre auf der Rückenflosse hat. 😮 ❤
Wann bin ich aus dem Alter raus? Aktuelle Prognose: Nie. Und wisst ihr was: Ich schäme mich kein bisschen dafür. Auch nicht in der Öffentlichkeit… 😀 Als ich jung war – so als Jugendliche – kannte ich meines Wissens keine 50-Jährigen, die sich so „altersungemäß“ gegeben hätten… Oder konnte ich es mir einfach nur nicht vorstellen?
In meinem Herzen haben sich die Minions ebenso eingenistet, wie Shakespeares Hamlet, es schlägt für BB-8 und den Hot Priest. Und deswegen werde ich die Bonbon-Dose aufheben und mit anderen Bonbons oder anderen Dingen füllen, wenn die Original-Bonbons aufgebraucht sind. Minions haben Wohnrecht bei mir – lebenslang!
„Grow up already!“ – Never! 🙂