• Mit dem Fotoapparat unterwegs: Sonnenuntergang am Lieblingsort #12

    Tja, hätte ich gewusst, dass ich beim Heimatbesuch auch dem Walberla (der Ehrenbürg) meine Aufwartung machen würde, hätte ich es ja zum Lieblingsort #13 (statt #12) machen können und gleich ein oder zwei Sonnenuntergangsfotos beifügen können… Nun gibt es eben einen Bonus-Beitrag. 🙂

    Ich bin vorgestern am frühen Abend also mit meiner Kamera (und einem Stativ, das ich dann aber nicht genutzt habe) vom Wanderparkplatz bei Schlaifhausen losgezogen und hab dann eine Runde gedreht – zuerst auf den Rodenstein, wo sich nur wenige Menschen aufgehalten haben.

    Ausblicke vom Rodenstein aus

    Dann bin ich an der Ostseite der Ehrenbürg rüber zum Walberla gelaufen – auf dieser Seite war ich tatsächlich vorher noch nie gewesen. 😳

    Auf der Nordkuppe (dem eigentlichen Walberla) angelangt.

    Verschiedene Ansichten der St.-Walburgis-Kapelle

    Auf der Westseite war doch einiges los – ich war nicht die Einzige, die gedacht hatte, „Sonnenuntergang auf dem Walberla wäre heute schön!“. So suchte ich mir ein Plätzchen am Hang bei ein paar kleinen Felsen.

    OK, OK – jetzt die Sonnenuntergangsbilder! 🙂

    Zuletzt ging der Himmel dann zu Pastellfarben über.

    Und noch eine kleine Zugabe. Links das „Schattenbild“ eines wunderschön zwitschernden Vogels, den ich in der Dämmerung hoch oben im Baum ausgemacht habe.

  • Fotografie: Lieblingsorte #12

    Da meine Mutter am Sonntag Geburtstag hat, stelle ich euch diesmal einen Lieblingsort vor, mit dem ich aufgewachsen bin. Er ist ein täglicher Begleiter gewesen – es sei denn das Wetter war so schlecht, dass der Berg verborgen blieb: das Walberla (benannt nach der Sankt-Walburgis-Kapelle, die auf dem Berg steht) in der Fränkischen Schweiz.

    Eigentlich heißt die ganze Erhebung „Ehrenbürg“ und das „Walberla“ ist nur die nördliche Kuppel (im Bild oben links). Die südliche Kuppel trägt den Namen Rodenstein. Aber jede*r in meiner fränkischen Heimat nennt den ganzen Berg Walberla. Nun, vielleicht mit Ausnahme der Kletter*innen, für die der Rodenstein ein beliebter Treffpunkt zum Klettern ist. Auch von Gleitschirm- und Drachenflieger*innen wird das Walberla gerne genutzt – wer genau hinschaut, kann auf dem Foto oben auch einen erkennen. Die Geschichte des Walberla geht bis in die Jungsteinzeit zurück, aus der im Bergsattel entsprechende Keramikscherben und Steingeräte gefunden wurden.

    Doch heute ist das Walberla wahrscheinlich am bekanntesten wegen des Walberlafestes am ersten Mai-Wochenende und der Kirschblüte an ihren Hängen.

    Natürlich „musste“ mein Freund auch bei seinem ersten Besuch in meiner alten Heimat mit aufs Walberla. ❤

    Der Blick in den (Süd-)Westen.

    Als Kulisse für den aufgehenden Mond macht sich das Walberla auch ganz gut.

    Auch für meinen an Weihnachten verstorbenen Vater war das Walberla ein geliebter Ort und geliebtes Motiv (sei es als Foto oder als Gemälde, Zeichnung, Aquarell). Hier nur eins (dilettantisch vom Kalender 2020, den er für uns Kinder gestaltet hatte, abfotografiert) seiner Werke:

  • Fotografie: Lieblingsorte #11

    Mein Freund amüsiert sich ja immer, wenn ich sage, ich hätte ein Faible für eine gewisse Art von Motiv. Er meint dann immer, dass ich doch alles irgendwie als Motiv sähe: Türen, Himmel, Spiegelungen, Bäume, Lost Places, Brücken, Blumen, Tiere, Landschaften, Architektur, das Meer, die Berge, der Mond – manchmal auch einfach nur eine blaue Bank vor einer blauen Wand. So ist es wohl – vielleicht hätte ich es auch deswegen als Profi-Fotografin schwer, weil ich nicht DAS eine Thema habe.

    Trotzdem: Brücken ziehen mich magisch an – und so habe ich mich bei meiner USA-Reise 2016 auch sofort in die Astoria-Megler Bridge verliebt, die bei Astoria, OR, über den Columbia River führt und damit Washington und Oregon miteinander verknüpft. (Mehr zur Brücke könnt ihr HIER nachlesen – dort gibt es auch mehr Bilder.)

    Zugegebenermaßen hat auch das Drumherum – die Abendstimmung zum Beispiel – dazu beigetragen, dass ich mich nicht an diesem Anblick satt sehen konnte. Ich freue mich jetzt schon auf ein Wiedersehen, denn die Brücke ist Teil der U.S. Route 101, die ich ja gerne einmal komplett entlang fahren möchte.

  • Fotografie: Lieblingsorte #10

    So, nun geht es mal nicht in die Ferne, sondern zu einem Ort, der hier in München zu meinen Lieblingsorten gehört. Ich habe diesen schon einmal bei der Reihe „Foto der Woche“ im November 2020 vorgestellt und mir ein paar Gedanken zum Teilen von Lieblingsorten mit dem Partner gemacht (HIER nachzulesen).

    Heute gibt es nun ein paar Impressionen von meiner Lieblingsstelle im Nymphenburger Schlosspark – und zwar vom Badenburger See, noch genauer von der Baumgruppe zwischen dem See und der Badenburg mit Blick auf den Monopteros – aus verschiedenen Jahreszeiten und aus 15 Jahren.

    Und eine kleine Zugabe mit der Fotografin 😉 :

  • Fotografie: Lieblingsorte #9

    Das Problem an dem heutigen Lieblingsort ist, dass er immer überfüllt ist, und ich deswegen gar keine so tollen Fotos davon habe. Außerdem war ich, seitdem ich meine erste Lumix hatte, nur einmal dort. Mein Traum ist es aber, irgendwann einmal die Karlsbrücke in Prag im Nebel zu erleben, oder zumindest eben mit nur vereinzelten Personen darauf, nicht so:

    Prag 2009 (Klassenfahrt)

    Wobei das ja immer noch vergleichsweise wenig Leute sind… Ich war bisher mindestens viermal in Prag (einmal bei der Abschlussfahrt unserer Referendarszeit, mind. dreimal, wenn nicht öfter, auf Klassenfahrt, da immer im Hochsommer), möchte aber gerne mal in den Faschingsferien oder den Herbstferien dorthin, wenn vielleicht weniger Touristen unterwegs sind. Da der Stepnwolf noch nicht da war, aber gerne mal möchte, lässt sich das vielleicht irgendwann – wenn Corona „besiegt“ ist – einrichten.

    Fußgänger können über die Karlsbrücke von der Altstadt kommend die Moldau überqueren, um auf die Kleinseite zu kommen, auf der die Prager Burg thront.

    Das linke Bild oben zeigt die Blickrichtung Kleinseite (2009); die zwei anderen den Blick Richtung Altstadt.

    Und so ist es nicht nur die Brücke an sich, die ich liebe, sondern auch der Blick von der Brücke aus in beide – eigentlich in alle vier – Richtungen. Ganz besonders schön war 2016 dieser Abendhimmel (die Straßenlampen unten auf der Brücke):

  • Mit dem Fotoapparat unterwegs: Sonnenuntergang und Mondaufgang in München

    Nachdem die letzten Tage auf Twitter Fotos über Fotos vom Mond (kurz vor Vollmond und gestern an Vollmond) kursierten, habe ich mich ganz kurzfristig dazu entschlossen, doch noch loszufahren, um von der Friedenheimer Brücke aus ein paar Fotos zu machen. Zunächst hatte es danach ausgesehen, als würden Wolken den Blick auf den Mond versperren, doch als es dann aufklarte, hab ich mich ganz schnell auf die Socken gemacht. Das hieß leider auch, dass ich nicht nochmal die Tipps eines Bekannten zur Mondfotografie durchgelesen habe… Sind trotzdem ein paar schöne Fotos von der abendlichen Tour dabei.

    Erstmal: Sonnenuntergang

    Dann der Blick gen Osten – jetzt nur nicht den Mondaufgang verpassen!

    Und dann kam er!

    Und dann wurde es schnell wieder so dunkel, dass der Mond ganz hell erstrahlte.

    Bevor es zurück nach Hause ging – noch ein Blick vom Bahnsteig (S-Bahn-Station Hirschgarten).

    Ein letzter Blick auf den Mond und München…

    … und den Himmel über dem Münchner Westen.

  • Fotografie: Lieblingsorte #8

    Es ist ja mein großer Traum, einmal die gesamte U.S. Route 101 am Pazifik entlangzufahren – oder zumindest von seinem nördlichen Ende in Tumwater, WA bis San Francisco (bis Los Angeles muss nicht sein, da ich L.A. nicht besonders mag (ich war vor 31 😮 Jahren schon mal dort).

    Als ich 2016 Teil des U.S. 101 in Oregon (dort genannt: Oregon Coast Highway No. 9) befuhr, wurde dieser Wunsch noch viel stärker – nicht zuletzt, als ich die Strände und Küste dort sah. Ich habe damals auch schon auf meinem Blog von Crescent Beach und Indian Beach geschwärmt. Letzterer hat mich NOCH mehr umgehauen – nicht zuletzt, weil der Himmel so fantastische Linien und Farben präsentierte und das Ganze dann auf dem mit einem leichten Film von Wasser überzogenen Sand reflektiert wurde.

    Dazu kam der Wind, die Geräusche der Wellen, die an die Basaltfelsen brandeten, und das Geschrei der Möwen. Dazu der unverwechselbare Geruch von Meer…

    Irgendwann ging es mir so, dass ich es nicht mehr „ertragen“ habe, länger dort zu bleiben – mein Herz drohte förmlich zu bersten angesichts so viel Schönheit. Ich war hin- und hergerissen zwischen „Ich will hier nie wieder weg“ und „Ich kann nicht noch mehr aufnehmen“. Was dieser Strand in mir an Gefühlen ausgelöst hat, lässt sich wirklich schwer beschreiben. Darum gehört er auf jeden Fall zu meinen Lieblingsorten.

  • Fotografie: Lieblingsorte #7

    Vor ziemlich genau einem Jahr (in den Faschingsferien) war ich das letzte Mal in London. It feels like an eternity. 😥

    London birgt ja für mich viele Lieblingsorte. Aber an einen Ort zieht es mich wie magisch bei jedem Trip: an die Themse, und zwar hauptsächlich vom London Eye (Jubilee Bridge) bis zur Tower Bridge. (Da das ein etwas „größerer Ort“ ist, gibt’s auch ein paar mehr Bilder – ich konnte mich nicht entscheiden!)

    Dabei hat es mir insbesondere das südliche Ufer – die South Bank – angetan, vorbei am National Theatre, an der Tate Modern – dort auf jeden Fall auf die Millennium Bridge gehen – , dann das Globe Theatre… So geht es weiter bis zum Bridge Theatre und zur Tower Bridge. OK, ich schaffe nicht immer auf einmal die ganze Länge, manchmal muss ich auch stückeln. Als ich 2019 zur Shakespeare Excursion in London war, bin ich außerdem das erste Mal im Flussbett der Themse (bei Ebbe) gelaufen und habe nach Relikten (Tonpfeifen) aus der Shakespeare-Zeit gesucht. Man nennt das Mudlarking. Die Themse mit ihren Ufern, an denen sich alte Gebäude mit modernen Glas-Hochhäusern vermischen ist am Tag schön und bei Nacht spektakulär. Unter anderem habe ich für euch einen Regenbogen (eigentlich war es sogar ein Doppelregenbogen) und den Vollmond mit im Gepäck… ❤ Mein Herz schmerzt ein wenig beim Anblick der Fotos, denn ich bezweifle es stark, dass ich noch in diesem Jahr wieder an der Themse entlang flanieren werde…

    Beim Mudlarking auf der South Bank- mit Blick auf die Millennium Bridge und St. Paul’s Cathedral
    Blick von der Millennium Bridge Richtung Tower Bridge; links der Vollmond, rechts The Shard. An diesem Anblick kann ich mich einfach nicht sattsehen…
    Nach einem Regenguss (am 25.02.2020), währenddessen ich mich im Gift Shop des Globe Theatre versteckt hatte, wurde ich mit diesem Bild konfrontiert (das nächste Foto zeigt den Blick in die andere Richtung). 😮

    Zwei Stunden vorher sah es an der Tower Bridge noch so aus:

    Wenn mich jemand fragt, was man in London gesehen haben sollte, sage ich immer: Geht an die South Bank. Ich habe sogar meine schon über 80-jährigen Eltern 2018 noch entlanglaufen lassen – nicht die ganze Strecke, aber doch ein paar Abschnitte. Praktischerweise wohnten wir direkt hinter der Tate Modern – die für meinen Vater auch besonders interessant war. Ich habe heute wieder viel an ihn gedacht… Wie schön, dass ich ihm noch ein bisschen „mein London“ zeigen konnte.

  • Fotografie: Lieblingsorte #6

    Morgen würden normalerweise die Faschingsferien in Bayern beginnen, die ja aber von der bayrischen Regierung gestrichen worden sind… Früher – schon als Kind, dann als Jugendliche, aber auch noch bis in die 2000er hinein bedeuteten Faschingsferien immer: Skifahren am Sudelfeld mit der Familie.

    Nach dem „Einersessellift“ von Bayrischzell hoch ins Skigebiet, war unser erster Hang immer der im Bild oben. Wir nannten ihn Sonnenhang, aber ich glaube, der eigentliche Name war oder ist „Herrenabfahrt“. Als ich heute hier in München über mit Pulverschnee bedeckte Wiesen lief, habe ich diese Familientradition schmerzlich vermisst, und die Bilder (abfotografierte analoge Fotos) tun ihr Übriges, um mich in eine melancholische Stimmung zu versetzen. Noch dazu war ja auch mein Vater noch bis in seine 70er mit dabei – durch ihn habe ich Skifahren gelernt. ❤ So gut wie er bin ich allerdings nie geworden – insbesondere seiner Eleganz beim Tiefschneefahren und auf Buckelpisten ist wohl höchstens meine Schwester nahegekommen… (im Bild links bin ich, mein jüngerer Bruder und mein Ex-Mann auf dem Sonnehang/der Herrenabfahrt zu sehen, rechts mein Vater beim Aufwärmen)

    Aber Freude hatten wir alle am Skifahren, und an den damit verknüpften Familienritualen: Nach der letzten Abfahrt beim Winklstüberl vorbeifahren und leckere Torten und Kuchen mitnehmen, dann im Ferienhaus die Torten mit heißem Tee zusammen verzehrt, etwas ausruhen, duschen usw.; jeden Abend hat jemand anderes gekocht (also, als wir dann schon fast alle erwachsen waren), und danach Spieleabend (Canasta, Trivial Pursuit, Karrierepoker, Skat…). Das war unser Après-Ski. ❤

    Eine weitere Tradition war, dass wir eigentlich fast immer mittags auf der Sonnenalm Pause gemacht haben, meistens aßen wir da unsere mitgebrachten belegten Brötchen (war erlaubt, man musste nur Getränke vor Ort kaufen), manchmal durfte es auch ein Schnitzel mit Pommes oder ein Germknödel sein.

    Als ich im Corona-Frühsommer (Pfingstferien) mit dem Stepnwolf das erste Mal im Sommer auf dem Sudelfeld wanderte, habe ich auch da einen sehnsüchtigen Blick auf die Sonnenalm geworfen.

    Ich belächele ja manchmal Menschen, die jedes Jahr an denselben Ort in den Urlaub fahren. Es gibt zwei Lieblingsorte, bei denen ich es wirklich sehr vermisse, dass ich nicht mehr jedes Jahr dort hinfahre. Das Sudelfeld ist einer davon.

  • Fotografie: Lieblingsorte #5

    Norwegen: Ein Sehnsuchtsland für mich. Dadurch, dass eine Kollegin (Norwegerin) mit ihrem Mann (Deutscher) nach Norwegen umgezogen ist, habe ich die große Freude gehabt, sie seitdem dreimal in der Nähe von Oslo besucht zu haben: 2007, 2008 und 2013. Auf diesen Reisen habe ich viele Lieblingsorte dazugewonnen. 2007 und 2013 war ich hauptsächlich in Oslo (z. B. hier) und Umgebung unterwegs, 2008 haben mein damaliger Freund, meine norwegische Freundin und ich eine kleine Rundreise von Oslo über Stavanger nach Bergen und zurück unternommen.

    Die Erinnerungen waren schon ein wenig verblasst, aber als ich soeben alle Fotos dieser Reise nochmal angeschaut habe, wusste ich wieder, wie sehr ich von Vøringsfossen, einem der wohl bekanntesten und beliebtesten Wasserfälle in Norwegen, beeindruckt war. Er liegt bei Eidfjord am Westrand der Hardangervidda, einem Hochplateau.

    Schon der Blick darauf, wie sich der Fluss Bjoreio nach dem Fall durch das enge Tal schlängelt, war atemberaubend.

    Nun habe ich ohnehin ein Faible für Wasserfälle, und Norwegen hat da auch einiges zu bieten, aber dieser hier, mit einer Fallhöhe von 182 (!) Metern, war schon wirklich etwas Besonderes. Er passte nicht mal komplett aufs Bild…

    Wer den Wasserfall mal in bewegten Bildern sehen will, dem empfehle ich diese Website.

    Na toll, jetzt habe ich richtig große Sehnsucht nach Norwegen… ❤ Es gibt noch so viel dort zu entdecken – und es gibt auch schon weitere Lieblingsorte, die bestimmt im Laufe des Jahres noch hier erscheinen werden.