• Fotografie: Lieblingsorte #1

    Wie bereits im letzten Beitrag meines letztjährigen wöchentlichen Fotoprojekts „Himmel“ angekündigt, soll es in diesem Jahr jede Woche ein paar wenige Fotos (schon beim ersten Eintrag kann ich mich nicht auf die angestrebten 1-2 beschränken…) von einem meiner Lieblingsorte geben. Dies kann – wie z. B. bei diesem Beitrag zum Foto-der-Woche-Projekt (initiiert von Aequitas et Veritas) – ein ganz naher Ort sein, oder auch ein weit entfernter, von mir schon bereister Ort. Es wird in der Regel wirklich ein spezifischer Ort sein, also weniger „London“, sondern – wenn wir beim Beispiel London bleiben – beispielsweise die Tower Bridge oder ein bestimmtes Theater.

    Ich werde außerdem versuchen, jeweils ein wenig zu begründen, was diesen Ort so besonders für mich macht. Das kann mal länger werden, manchmal aber gibt es vielleicht auch nicht so viel zu sagen.

    Ich hoffe, ihr begleitet mich wöchentlich auf dieser Reise zu Bergen, Friedhöfen, Stränden, Denkmälern und vielem mehr. Und anderem auch: Brücken.

    Bild mit dem Nokia 8 vom 5. Januar 2021

    Die Berliner Brücke in Halle (Saale): Es war Liebe auf den ersten Blick. Immer wieder wähle ich Routen für meine Spaziergänge, die mich über diese 15-Jahre-alte Schrägseilbrücke führen – und wenn ich nur meinen Freund von der Arbeit abhole. Ich kann mich an der Brücke einfach nicht sattsehen – die Kombination aus dem 73 Meter hohen, gewaltig wirkenden Pylonen und den aus der Ferne dagegen filigran wirkenden Seilen fasziniert mich immer wieder. Als wir in Halle im Kino saßen und am Anfang des Filmes Der Geburtstag (ein „Familiendrama-meets-Film-Noir“ von Carlos A. Morelli) der Protagonist mit dem Auto über die Berliner Brücke fuhr, habe ich mich gefreut wie ein Kind. ❤

    Auch dieses Foto habe ich nur mit dem Handy aufgenommen (27.03.2020)

    Im Dezember habe ich das erste Mal auch Nachtaufnahmen mit meiner neuen Lumix gemacht, ohne Stativ mit verschiedenen Einstellungen (Nachtaufnahme warm und kalt). Mein Vorhaben, nachts noch einmal mit Stativ Fotos zu machen, habe ich noch nicht ausgeführt…

    Noch ein kleiner Hinweis: Ich hatte bereits im Jahr 2016 eine Reihe zu Lieblingsorten begonnen, dann aber aus Zeitgründen nicht fortgeführt, diesmal möchte ich dranbleiben, werde die beiden Beiträge an passender Stelle dann noch einmal aufgreifen.

  • Fotografie: Himmel #53

    Oops, das Jahr 2020 hatte ja 53 Kalenderwochen… 😮 Na gut, dann bekommt ihr als #53 nochmal ein Bild mit allen Himmel-Fotos aus meiner 2020-Reihe (in recht niedriger Qualität, sonst wäre die Datei zu groß geworden). 😎 Man könnte fast sagen, das Jahr 2020 wäre himmlisch gewesen… Naja, nicht wirklich…

    2021 werde ich jede Woche Lieblingsorte mit euch teilen, aber im Gegensatz zu der Reihe, die ich einmal mit dem Den Norske Opera in Oslo begonnen habe (und mit der Fernwärme Wien von Hundertwasser sogar noch fortgeführt habe) , werde ich jeweils nur ein bis zwei Bilder veröffentlichen, sonst wird es zu stressig… 🙂

  • Mit dem Fotoapparat unterwegs im Schnee: Schlosspark Dieskau

    Mit diesen Bildern vom ersten Schneespaziergang mit meinem Freund in diesem Winter möchte ich euch – leicht verspätet – ein glückliches Neues Jahr wünschen. Möge im Lauf des Jahres eine (neue) Normalität einkehren und ihr und eure Familien gesund bleiben. Danke, dass ihr hier seid. ❤

    Das Schloss Dieskau gehört zur Gemeinde Kabelsketal, nur wenige Kilometer südlich von Halle (Saale).

    Rund ums Schloss und die Kirche St. Anna

    Im Schlosspark

    Auf der Insel im Großen Mühlteich stand früher ein chinesisches Wasserhaus.

    Vögel

    Auf dem Rückweg…

  • Für meinen Vater – Vorbild bis zum letzten Atemzug
    Foto meines Bruders

    Mein Vater kann alles.

    So fühlte sich das an früher – und bis zu seinem Tod hat er das in so vielen Bereichen des Lebens bewiesen. Selbst mit über 80 Jahren konnte er zum Beispiel viel besser mit Fotobearbeitungsprogrammen auf dem Computer umgehen als ich. Die fantastischen Fotobücher, die er zusammengestellt hat, sind legendär – jede Seite Perfektion. Sein künstlerisches Talent hat sich in Fotografie, Gemälden und Skulpturen ausgedrückt – kein Material war vor ihm sicher. Und ab und zu hat er auch gedichtet – zuletzt in diesem Juni Nonsens-Gedichte à la Heinz Erhardt.

    Mein Vater war körperlich stets sehr aktiv. In der Jugend und als junger Erwachsener war ein Turner, bis ins hohe Alter ist er Ski gefahren, hat er Holz gehackt und Tischtennis gespielt. Noch im Frühjahr dieses Jahres, also ein dreiviertel Jahr nach seiner ersten großen Operation, haben mein Bruder und er das Tischtennis-Match nach einem Gleichstand beendet. Und als meine Geschwister und meine Mutter mit ihm vor 14 Tagen noch einmal auf dem Walberla, unserem „Hausberg”, waren, da hat er sich nicht nehmen lassen, einen Teil des Weges selbst mit Stöcken zu laufen.

    Foto meines Bruders

    Aber mein Vater ist auch in anderer Hinsicht Vorbild: Er hat sein Leben lang keinen Kredit aufgenommen – ich kenne wohl niemanden, der so gut mit Geld umgehen kann. Dabei war er „nur“ Sozialpädagoge, später zwar in leitender Funktion, aber trotzdem ist es mir bis heute schleierhaft, wie er – das Kind von Vertriebenen! – eine sechsköpfige Familie nicht nur „durchgebracht“ hat, sondern uns auch schöne Urlaube in Italien und in den Bergen finanziert hat. Er hatte dabei sicher auch Glück gehabt, insbesondere, was unser Haus mit Garten anbelangte, aber das allein erklärt das nicht.

    Außerdem hat mein Vater für mich immer auch symbolisiert, dass man sich weiterentwickeln kann. Als er Geschäftsführer einer sozialen Einrichtung wurde, sah er sich plötzlich damit konfrontiert, auch mal Vorträge oder Reden vor größeren Gesellschaften halten zu müssen. Das fiel ihm anfangs schwer, aber er meisterte dies zunehmend – und so habe auch ich später als Junglehrerin nicht aufgegeben und daran glauben können, dass ich mich weiterentwickeln kann. Vielleicht war mir das gar nicht bewusst, woher das kam, aber heute bin ich sehr sicher, dass das mit meinem Vater zusammenhing.

    Dann ist da noch ein Charakterzug meines Vaters, den ich sehr bewundere, aber den ich nicht immer selbst übernehmen kann. Vereinfacht gesagt: Er dachte, bevor er sprach. Wenn man mit ihm diskutierte, dann war das durchdacht. Er hörte aufmerksam zu und sprach dann mit Nachdruck und Überzeugung, und meistens komplett unaufgeregt. Meine Brüder und ich sind da ja eher etwas hitzköpfig, bzw. bei mir kann es auch sein, dass ich mich irgendwann ausklinke, wenn mir ein Thema zu heiß wird, mir zu sehr an die Nieren geht. Mein Vater stritt nie, er argumentierte. In der Regel auf sachlicher Ebene, mit Ich-Botschaften usw. – wie man das so als Sozialpädagoge gelernt hat. Das ist eine Eigenschaft, die ich gerne noch mehr verinnerlichen möchte. Klappt noch nicht immer, aber ich weiß ja, dass ich mich immer auch weiterentwickeln kann.

    Selbst auf seiner letzten Reise hat er uns gezeigt, wie man würdevoll und tapfer mit dem unausweichlich nahenden Tod umgeht. Man könnte fast meinen, er hätte dies alles perfekt geplant: Das Niederschreiben seiner Kindheitserinnerungen, das Ordnen aller möglichen Unterlagen, das Ausharren bis Weihnachten, an dem er sich von allen seinen Lieben verabschieden wollte. Nach dem Motto „Mission erfüllt“ ist er erst dann beruhigt und friedlich von uns gegangen.

    Foto meines Bruders

    Ein Vorbild bis zum letzten Atemzug.

    Danke, deine Tochter. ❤

  • Fotografie: Himmel #52 (für Vater)

    Diese beiden Bilder habe ich vor einem Monat bei einem meiner Besuche bei meinen Eltern gemacht – einmal Richtung Osten fotografiert und wenig später in Richtung Westen. Auf kleinen Leinwänden (in quadratischer Form) habe ich sie auch meinen Eltern zu Weihnachten geschenkt.

    Nun ist mein Vater heute am frühen Morgen friedlich gestorben, nachdem wir alle noch einmal zu Weihnachten da waren. Er hatte sich vorgenommen, so lange noch auszuhalten. Wie immer, hat mein Vater seinen Plan verwirklicht. Ich vermisse ihn jetzt schon. Vielleicht werde ich an anderer Stelle noch mehr schreiben. Für heute Mond und Sonnenuntergang. Rest in peace. ❤

  • Foto-Adventskalender: Tür 24 – Frohe Weihnachten!

    Dieses Bild aus dem Januar 2020 (Pasinger Stadtpark) habe ich dieses Jahr auf Postkarten drucken lassen – und damit möchte ich nun auch euch ein frohes Fest wünschen! ❤

  • Foto-Adventskalender: Tür 23
    Februar 2012, Wies (Steingaden), Oberbayern

  • Foto-Adventskalender: Tür 22
    Januar 2020, Pasinger Stadtpark

  • Foto-Adventskalender: Tür 21
    Februar 2017, Wies (Steingaden), Oberbayern

  • Foto-Adventskalender: Tür 20
    Winter 2014/2015, Westpark München