• Fotografie: Lieblingsorte #35

    Der heutige Lieblingsort klingt zunächst etwas morbide, und ich habe auch lange gezögert, ob ich einen Friedhof als Lieblingsort nennen darf/soll. Aber ich habe nun den alten jüdischen Friedhof in Prag schon so oft angesehen (immer wieder auch mit Schulklassen) – er hat für mich irgendwie etwas magisches. Er ist angegliedert an die Pinkas Synagoge, die als Gedenkstätte für die ermordeten tschechischen Juden in der Zeit des Nationalsozialismus dient (dort sind alle Namen der Toten eingraviert und man findet dort außerdem eine ständige Ausstellung von Zeichnungen von Kindern, die in Theresienstadt eingesperrt waren). Nach dem Besuch der Synagoge bin ich immer ziemlich gedrückter und nachdenklicher Stimmung – ein Besuch des Friedhofs, der ca. 12.000 Grabsteine (!!!) von 1439 bis 1787 heute noch zeigt (zum Teil wurde in zehn Lagen übereinander begraben), gibt eine Vorstellung davon, welch große jüdische Gemeinde einst in Prag gelebt hat. In diesem Fall ist sozusagen ein Gang durch die noch weiter zurückliegende Geschichte ein Stück weit tröstlich. Der Friedhof zeugt von einer Zeit, in der das jüdische Leben in Prag blühte.

    Um Fotos machen zu dürfen, muss man ein paar Kronen bezahlen – bei meinem letzten Besuch mit einer Klasse (2016) habe ich das endlich getan und habe reichlich Fotos geschossen während die Klasse ihre Führung bekam. Hier nun also eine Auswahl.

    Natürlich gibt es bei 12.000 Grabsteinen auch viele Details zu entdecken – ein Besuch reicht dazu gar nicht aus.

    Ich bin sicher nicht das letzte Mal in Prag gewesen – und auch ohne Schulklasse im Schlepptau würde ich den Friedhof wieder besuchen. Ich mag ja Friedhöfe durchaus auch generell als Fotoobjekt, aber der alte jüdische Friedhof in Prag rührt mich schon besonders an.

  • Fotografie: Lieblingsorte #34

    Es geht wieder einmal nach London. Also, in der Erinnerung… Meine europäische Lieblingsstadt hat ja etliche Parks, von denen ich euch bisher nur Primrose Hill als Lieblingsort vorgestellt habe. Der Park, der mir 2015 von einem Londoner als „Geheimtipp“ gegeben wurde, ist weniger frequentiert von Touristen, was ihn für mich immer wieder zu einer Oase der Ruhe gemacht hat. Und so unternahm ich gerne, wenn ich mein Quartier im Londontown Hotel an Earl’s Court aufgeschlagen hatte, einen Abstecher in den Holland Park.

    Die folgenden Bilder stammen aus dem Spätherbst 2015 (Anfang November) und dem beginnenden Frühling 2019 (Anfang März). Ich hätte schwören können, dass ich noch häufiger dort war, aber ich habe tatsächlich keine weiteren Fotos gefunden. Ich glaube, ich war noch zweimal mit Begleitung dort; vielleicht habe ich deswegen in jenen Fällen keine Fotos gemacht. Bei richtig strahlendem Wetter war ich noch nicht im Holland Park – das muss ich irgendwann mal nachholen, schon allein für den japanischen Garten (Fukushima Memorial Garden), der u. a. mit seinen roten Federahornen wunderschönes Farbenspiel bietet.

    Der Wikipedia-Eintrag zu Holland Park listet zusätzlich zu den verschiedenen Teilen und Bauwerken des Parks auch Pfaue und Eichhörnchen auf – ich glaube, ich habe noch nie so viele Eichhörnchen an einem Ort gesehen!

    Noch ein paar weitere Impressionen und Details aus dem Park:

    Zuletzt noch ein paar SW-Aufnahmen von dem, was von Holland House (errichtet 1605) nach der Bombardierung im Jahr 1940 noch übriggeblieben ist (Fotos zeigen nicht alle Bauteile; in einem noch bewohnten Flügel ist eine Jugendherberge untergebracht).

    Ein wirklich vielfältiger Park, obwohl er vergleichsweise klein ist. Für die Einheimischen bietet er außerdem einen Spielplatz, eine große Wiese, Tennisplätze, ein Café – und Toiletten, in denen es auch bei den Männern einen Wickeltisch gibt. 🙂

    Definitiv einer meiner Lieblingsorte in London! ❤

  • Fotografie: Lieblingsorte #33

    Da ich Norwegen in meinem Beitrag zum World Photography Day erwähnt habe, war es mir danach, euch einen weiteren Lieblingsort aus diesem wunderschönen Land vorzustellen (nach Vøringsfossen und dem Holmenkollbakken), genauer gesagt, zwei Orte an der Westküste, die sehr unterschiedlich sind, aber beide für mich einen ganz eigenen Charme ausstrahlten: Skudeneshavn und Bergen.

    Beide Städte habe ich 2008 mit meinem damaligen Freund und meiner norwegischen Freundin (lebt nahe Oslo) auf einer Reise von Oslo über Stavanger bis Bergen (an der Küste entlang) und zurück nach Oslo („über Land“) besucht, und beide haben mich sehr fasziniert. (Die Fotos habe ich mit meiner kleinen Kodak EasyShare C613 geschossen.)

    Skudeneshavn haben wir in strömendem Regen erkundet – es ist ein wunderhübsches kleines Hafenstädtchen mit 3334 Einwohnern. Ich habe mich trotz des schlechten Wetters sofort verliebt. ❤

    Bergen freilich ist um ein vielfaches größer (285.900 Einwohner), ist umgeben von sieben Hügeln und hat Zugang zu mehreren Fjorden – und wir lernten die Hafenstadt bei strahlendem Sonnenschein kennen. Der Blick von oben war schon atemberaubend!

    Im Hafen des Hanseviertels Bryggen lagen eine ganze Reihe von Segelschiffen – ein Traum!

    Ich weiß nicht, ob ich noch einmal zu diesen Städten zurückkehren werde, schließlich möchte ich beim nächsten Norwegen-Urlaub gerne etwas weiter hinauf in den Norden fahren – trotzdem haben beide Orte einen festen Platz in meinem Herzen. ❤

  • Fotografie meets Nachgedacht: World Photography Day

    Der Zwetschgenmann hat mich mit seinem Beitrag und seiner Galerie zum World Photography Day dazu inspiriert, mir ein paar Gedanken dazu zu machen, was Fotografie für mich bedeutet und wie aus einem Hobby, dem ich in der Regel nur auf Reisen nachging, eine alltägliche Leidenschaft geworden ist.

    Gehen wir erstmal weit zurück in die Zeit meiner Jugend. Auch aus dieser Zeit habe ich noch unzählige quadratische Fotos, die ich z. B. auf Klassenfahrten oder im Urlaub mit einer Kleinbildkamera (?) geschossen habe. Ich hätte aber niemals behauptet, dass Fotografie ein Hobby ist – sie war einfach eine Möglichkeit, Erinnerungen bildlich festzuhalten. Die „richtige“ Fotografie überließ ich denjenigen in meiner Familie, die das – auch handwerklich – besser konnten: meinem Vater und meinem älteren Bruder (ich habe euch unter Lieblingsorte #18 ein paar seiner Fotos von unserer gemeinsamen USA-Reise 1990 gezeigt, auf der ich überhaupt keine Fotos machte – er konnte das ja viel besser und hatte auch gutes Equipment).

    Wenn ich mich recht erinnere, habe ich mir dann vor meinem Sommerjob im Mount Rainier National Park (1994), doch eine recht einfach zu bedienende (natürlich noch analoge) Spiegelreflexkamera gekauft und durch meinen etwas mehr als zweimonatigen Aufenthalt am Mt. Rainier nicht nur meine Liebe zum Wandern, sondern auch zum Fotografieren entdeckt. Ich habe in den folgenden Jahren dann auch immer vergleichsweise viel fotografiert, bei größeren Reisen dann auf Dia – schon allein weil diese günstiger in der Entwicklung waren. (Im Herbst werde ich mich mal schlau machen, wo ich die ganzen Dias mal digitalisieren lassen kann.) Und so fotografierte ich recht lange noch mit meiner analogen Spiegelreflex – vorwiegend im Automatikmodus, weil ich von Belichtung, Blende und Co. immer noch keine Ahnung hatte.Als ich dann 2005 – ein Jahr nach dem Ende meiner Ehe – nach München gezogen war und 2006 einen neuen Freund hatte, schenkte dieser mir eine kleine, einfache Digicam von Kodak, damit ich meine große, schwere Kamera nicht immer mitschleppen musste (z. B. auf die Klassenfahrten). Von nun an fotografierte ich noch einige Jahre parallel – so ganz wollte ich auf Tele- und Makroaufnahmen nicht verzichten. So gibt es z. B. von meinen Norwegen-Reisen 2007 und 2008 sowohl digitale, als auch analoge Fotos. Ich begann auch, meine neue Heimat fotografisch festzuhalten, wie z. B. meinen Lieblingsort #10.

    Erst 2015 dann kaufte ich mir meine erste digitale Bridge-Kamera in Vorbereitung auf die USA-Reise mit meiner Nichte/Patentochter. Seitdem hat sich die Fotografie zu einer echten Leidenschaft entwickelt, und ich muss mich manchmal dazu zwingen, die Kamera (seit einem Jahr die Panasonic Lumix DC-FZ10002) auch mal zu Hause zu lassen. Was mich sicherlich zusätzlich beflügelt hat, ist die Tatsache, dass ich über den Blog (und inzwischen auch über Twitter) auch Möglichkeiten habe, meine Fotos mit anderen zu teilen. Wem habe ich früher meine Fotos gezeigt? Höchstens der Familie und gegebenenfalls Freund*innen. Da ich auch nie gedacht hatte, dass meine Bilder über den Wert von Erinnerungsstücken für mich hinausgehen würden, hat mein Blog es nun plötzlich möglich gemacht, dass ich von völlig fremden Menschen Feedback bekommen konnte. So richtig ging das dann mit meiner A Picture a Day-Reihe „live“ vom USA-Trip los, durch die ich auch eine Reihe neuer Follower bekommen habe, die durch die Fotos auf meinen Blog gestoßen waren. Vorher hatte es ab 2014 nur ganz vereinzelt Beiträge gegeben, in denen auch Fotos zu sehen waren (z. B. Ein Fangirl in London oder Ein Fangirl im Ruhrpott).

    2015 jedoch brachte neben den Bildern aus den USA auch Beitragsreihen, die ich zum Teil immer noch fortführe: München & More und Mit dem Fotoapparat unterwegs (verlinkt ist jeweils der erste Beitrag). Das zeigt den Wandel hin zu einem auch alltäglichem Umgang mit der Kamera. Nun gerieten nicht mehr nur spektakuläre Naturwunder oder Architektur in meinen Fokus – ich begann immer mehr auch das Schöne im Alltäglichen, ja auch im vermeintlich Hässlichen zu sehen. Ich behaupte mal, dass ich seit 2015 mein Umfeld (wieder?) viel intensiver und staunender wahrnehme, schließlich kann der Stepnwolf bestätigen, dass es kaum ein Motiv gibt, dass ich nicht spannend finde:

    • klassische Landschafts- und Naturfotografie und Urban Photography,
    • Tiere und Alltagsgegenstände,
    • moderne Architektur und Lost Places,
    • Mond und Sonne,
    • Spiegelungen und Farben,
    • Türen und Brücken,
    • Berge und Meere,
    • Schlossparks und Friedhöfe,
    • Details und die Weite des Himmels…

    Dies sind nur ein paar Motiv-Kategorien, für die ich mich erwärmen kann… Etwas, in dem ich mich noch selten übe, ist das Fotografieren von Menschen. Allerdings habe ich nun doch auch schon zweimal bei Schultheaterstücken fotografiert und werde von der Schulleitung inzwischen auch angefragt, bei verschiedenen Veranstaltungen Aufnahmen zu machen. Und ich muss sagen, es tut schon sehr gut, wenn dann die stellvertretende Schulleiterin (ihres Zeichens Kunstlehrerin!) meine Ergebnisse in den höchsten Tönen lobt.

    Apropos Lob: Eine der höchsten Auszeichnungen war es ja, als mein älterer Bruder, der wirklich fantastische Fotos macht und durchaus mit Kritik nicht geizt, meine Fotos vom USA-Urlaub 2015 lobte! Ich glaube, das war so der Moment, in dem ich ein ganzes Stück selbstbewusster wurde, was das Fotografieren anbelangt – auch wenn ich nach wie vor nicht viel von der Technik verstehe.

    Und so hat die Fotografie auch immer mehr Raum auf meinem Blog bekommen, es kamen die Reihen „50 Shades of Bunt“, „Black & White“ und 2020 dann die wöchentliche Reihe „Himmel“ – und in diesem Jahr sind es die „Lieblingsorte“.

    Fotografieren hat mich durch die Corona-Lockdowns begleitet und mich in der Erschöpfungsphase des letzten Herbst/Winter wieder aufgebaut. Meine Kamera zwingt mich sanft dazu, rauszugehen, Schritte zu machen, auch wenn ich gerade keine Lust auf Bewegung habe. „Schau dir den Himmel an!“ ruft sie dann zum Beispiel leise… Zugegebenermaßen hilft das manchmal in sehr stressigen Zeiten (oder bei strömendem Regen) auch nicht, aber ohne dieses Hobby wäre ich sicher noch stärker in Gefahr, zum Couch Potato zu mutieren.

    Seitdem ich auf Twitter bin, habe ich noch eine weitere Plattform, um Fotos zu teilen (auch wenn die eigentliche Social-Media-Plattform dafür ja Instagram ist), und mache nun auch bei diversen täglichen Aktionen mit, habe auch schon an kleinen Wettbewerben teilgenommen, zwar ohne etwas zu gewinnen, aber immerhin wurden schon drei meiner Fotos beim „best of the rest“ des (seit Juli monatlichen) Wettbewerbs von Storm Hour zusammen mit der Royal Meteorological Society erwähnt (HIER habe ich über das erste Mal berichtet), und der Kreis derer, die meine Fotos sehen, hat sich noch stärker erweitert.

    Und dann war meine Fotoreihe „Lieblingsorte“ sogar Thema bei einem Foto-Podcast! 😎

    Ich gebe es zu, Fotografieren macht mir noch mehr Spaß, wenn ich Feedback dazu erhalte. Im Gegensatz zu vielen Fotograf*innen auf Twitter, die entweder schon hauptberuflich fotografieren oder es wollen, will ich keine meiner Fotos verkaufen, aber ja, es wäre ein Traum, mal einige Fotos richtig gut drucken zu lassen und irgendwo auszustellen. Aber andererseits erinnere ich mich dann wieder daran, dass ich sowohl im Automatikmodus fotografiere als auch – bisher – meine Fotos im Nachhinein so gut wie nicht nachbearbeite (Ausnahme: Zuschneiden, Helligkeit und Farbe anpassen) und mich manchmal sogar der Kreativmodi meiner Kamera bediene, um schon beim Fotografieren etwa sattere Farben zu bekommen. Darf ich mich so überhaupt als ernsthafte (Hobby-)Fotografin bezeichnen? Nun, einer der Veranstalter der go2know-Fototouren sagte zu mir vor dem Waldsanatorium Schwarzeck, dass das Auge fürs Motiv das Wichtigste sei. Manchmal sehe er Fotografen mit der besten Ausrüstung, die nichtssagende Fotos produzierten, und dafür fantastische Bilder, die andere mit dem iPhone gemacht haben…

    Ja, vielleicht bin ich einfach nur eine Hobby-Fotografin mit Blick für gute Motive, aber dies bin ich mit Leidenschaft!

  • Fotografie: Lieblingsorte #32

    Den heutigen Münchner Lieblingsort muss ich mir auch erstmal wieder ein Stück weit zurückerobern, nachdem dieser stark mit meinem Ex-Freund verbunden ist, der nur eine Fußgängerbrücke entfernt von ihm wohnt. Als ich noch mit ihm zusammen war, war ich mindestens einmal pro Woche im Westpark unterwegs – mal mit, mal ohne Kamera. Seit der Trennung war ich erst zweimal wieder dort, was allerdings auch mit daran liegt, dass er von mir aus einfach weiter weg ist, als beispielsweise der Pasinger Stadtpark.

    Eigentlich ist der ganze Park, der für die Internationale Gartenbauausstellung 1983 angelegt worden war, und seit Ende der IGA frei zugänglich ist, ein Lieblingsort, aber eine Ecke zieht mich immer wieder besonders an – die asiatischen Nationengärten der IGA, die auf Wunsch der Münchner Bevölkerung erhalten blieben. Hier wiederum bietet die thailändische Sala mit Buddha-Statue, die inmitten eines Teiches steht, ein nicht nur bei mir beliebtes Motiv zum Fotografieren.

    Im Herbst ähneln sich die Farben der umliegenden Bäume denjenigen des Heiligtums, weswegen diese Jahrestzeit sich besonders gut zum Fotografieren eignet.

    Wenn dann noch die Abendsonne das Gold zum Glitzern bringt…

    Aber auch ringsum und im angrenzenden japanischen Garten bietet der Herbst wundervolle Farben.

    Von Frühling habe ich gar nicht viele Bilder – hier eins von der Sala im Dunkeln und ein paar Blumen, die rund um den Teich wachsen.

    Wenn Schnee im Winter liegt, ergeben sich wundervolle Kontraste.

    Ein Ort, an den ich immer wieder gerne zurückkehre! ❤

  • Ich habe schon im Media Monday einen kleinen Einblick in meine zwei Tage in der Region Bayrischzell gegeben, jetzt würde ich gerne noch mehr Bilder von meinem Kurzurlaub mit einer langjährigen Freundin mit euch teilen. Ursprünglich wollten wir unser Quartier am Schliersee aufschlagen, aber da gab es kurzfristig keine Unterkunft mehr, und so sind wir in Bayrischzell gelandet. Meine Freundin meinte gleich so: „Da können wir dann auf den Wendelstein wandern.“ 1000 Höhenmeter. Angeblich in 3 1/2 Stunden. Ich warnte sie schon mal vor, dass ich nicht gerade „im Training bin“, aber sie beschwichtigte, dass wir ja dann mit der Seilbahn runterfahren könnten.

    Auf den Wendelstein

    Also ging es am Montag Morgen los – von unten sah der Gipfel gar nicht so weit weg aus…

    Auf der ersten Etappe sind wir noch zwei kleine Umwege gegangen, um Wasserfälle zu bestaunen. Dabei hatten wir aber bei weitem nicht die besten Plätze – die bleiben denjenigen, die in den Badewannen Platz nehmen.

    Doch anschließend konzentrierten wir uns auf den Aufstieg. Ich muss sagen, die ersten 1 1/2 Stunden konnte ich auch noch ganz gut mithalten und wir brauchten nur wenige Pausen. Gleichwohl lohnte sich aber natürlich auch mal der Blick ins Umland…

    Bei einer ersten längeren Trink- und Erholungspause mit Snack habe ich diesen riesigen Ameisenhügel entdeckt, den ich aus respektvollem Abstand fotografiert habe. Mir graut es immer etwas von Ameisenansammlungen und ich kann es überhaupt nicht ausstehen, wenn welche auf mir herumlaufen!

    Weiter ging es, und es wurde immer schweißtreibender. Als es so aussah, als wäre der Gipfel bald erreicht, haben wir dann eine Mittagspause eingelegt. Diese Kuh allerdings hatte es relativ eilig, wohin sie genau wollte, wissen wir nicht.

    Auf ging es dann zum letzten Abschnitt – die Steilwand schon in Sichtweite. Die beiden Kühe auf dem rechten Bild wachten über den Pfad, der genau zwischen ihnen durchführte.

    Geschafft – sie haben mich durchgelassen! Obwohl ich das „social distancing“ nicht ganz einhalten konnte…

    Auf der letzten Etappe habe ich immer wieder kurze „Fotopausen“ (eigentlich: Verschnaufpausen) einlegen müssen…

    Immerhin hatten wir nun die Seilbahn schon im Blick…

    Die letzten Schritte (größtenteils auf Stufen) haben mir nochmal einiges abgefordert. Da half der Smiley am Wegesrand ein bisschen…

    So, endlich auf Höhe der Bergstation angekommen – nun noch Aussicht genießen. Allerdings war die Sicht nicht so klar, sodass ich keine spektakulären Bilder mitgebracht habe.

    Bei einem Foto habe ich ausprobiert, ob es in SW besser wirkt – was haltet ihr vom Ergebnis?

    So, und nun hinunter mit der Seilbahn – mit der Aussicht, dass wir nochmal 3 km zurück nach Bayrischzell laufen mussten. Das war aber dann eigentlich ein Klacks – es ging ja nur auf flachem Terrain.

    Einmal um den Spitzingsee

    Am Dienstag hieß es für mich schon wieder Abreise, meine Freundin traf sich dann noch mit ihrer Familie am Schliersee. So hatten wir uns nur einen kleinen Ausflug zum Spitzingsee vorgenommen, ein weiteres Skigebiet neben dem Sudelfeld und dem Wendelstein. Ich war zwar als Kind ein paar mal dort, hatte aber keine Erinnerungen mehr daran. Was für ein hübscher See!!!

    Zu Beginn unserer Runde lag der See so still zwischen den Bergen, dass es wunderbare Spiegelungen darin gab.

    Als wir im Ort Spitzingsee angekommen waren, war jedoch mehr Wind aufgekommen.

    Hach ja, das war ein wirklich schöner Kurztrip in die bayrischen Voralpen! ❤

  • Fotografie: Lieblingsorte #31

    Es ist schwierig. Ich habe mich zwar 2015 ziemlich Knall auf Fall in San Francisco als Gesamtpaket verliebt, kann aber gar nicht so viele Einzellieblingsorte innerhalb dieser Lieblingsstadt benennen. Klar, die Golden Gate Bridge habe ich schon hier in dieser Reihe genannt – aber ansonsten? Schwierig – dazu war mein bisher einziger Aufenthalt dort wohl doch zu kurz…

    Doch ein Ort – den meine Nichte und ich letztlich nicht mal ordentlich erreicht haben 😳 – gewährt einfach einen wunderschönen Blick auf San Francisco (eigentlich rundum, wenn man tatsächlich bis zu den peaks gelangt): Twin Peaks.

    Das Viertel, das den gleichen Namen trägt, war schon sehr hübsch – und eben mit diesem fantastischen Blick auf die ganze Stadt. Leider war es recht diesig, sodass z. B. die Golden Gate Bridge nur sehr schwach zu erkennen war – da müsste man wohl beim nächsten Mal entweder bei Sonnenaufgang oder -untergang hin, um stimmungsvollere Bilder einfangen zu können.

    Dieser Ausblick war wahrhaft atemberaubend, und nicht nur wegen des steilen Aufstiegs und der extremen Mittagshitze! 😉 Traumhaft! ❤

  • Fotografie: Lieblingsorte #30

    Endlich Ferien – und trotzdem keine Zeit, einen ausführlichen Beitrag zu schreiben, bzw. stundenlang Fotos zu sichten. Außerdem bin ich gerade in meiner fränkischen Heimat, weswegen es noch einen weiteren Ort aus der fränkischen Schweiz gibt, zu dem ich jeden hinschleppe, der/die meine Heimat kennenlernen (sollen):

    Die Burgruine Neideck (mehr Fotos HIER)

    Nicht nur der Anblick der alten Ruine (erste urkundliche Erwähnung 1219) erfreut mich immer wieder, auch der Ausblick von der Neideck (und vom Wanderweg aus) auf das Wiesenttal ist einfach wunderschön.

    Leider habe ich auf die Schnelle tatsächlich nur Fotos von dem Besuch an Ostern 2019 (mit dem Stepnwolf) gefunden. Ich glaube, ich muss einfach noch öfters dahin – auch mal im Winter oder zum Sonnenaufgang oder -untergang…

  • Wow! 😳 Meine „Lieblingsorte“-Reihe ist Bestandteil der neuesten Ausgabe eines Podcasts, der sich FOBLOFON (Ivan, Oli und Stefan telefonieren über Fotoblogs) nennt! Stefan (aus Stuttgart) und Oli (aus München) unterhalten sich „am Telefon“ über diese Reihe und was ihnen daran gefällt. Das ehrt mich sehr – und ich habe mir den Beitrag natürlich angehört, obwohl ich ja keine Podcast-Liebhaberin bin. 😉 Sie loben darin meine Idee und fühlen sich mitgenommen an die verschiedenen Orte. Man merkt auch, dass sie sich wirklich etliche Beiträge angesehen haben, weil z. B. auch solche Details, wie die Fotoreihe von meinem Lieblingsbaum im Nymphenburger Schlosspark, oder auch die Tatsache, dass meine Fotos z. Tl. bis in die 90er-Jahre zurückreichen.

    Ein bisschen stehe ich nun auch unter Zugzwang, denn sie sind schon gespannt, was ich noch alles an Lieblingsorten präsentieren werde… 😮

    Aber hört gerne selbst nach, was sie zu sagen hatten – mein Blog wird gleich am Anfang besprochen:

    https://www.foblofon.de/fbf004-kommentare-und-feedback/

  • Fotografie: Lieblingsorte #29

    Heute mache ich’s mir relativ einfach und verweise auf einen Ort, den ich euch auch schon nach meiner USA-Reise 2015 vorgestellt habe: Das Monument Valley. Es liegt auf der Grenze zwischen Utah und Arizona in der Navajo Nation Reservation. Ihr kennt es aus unzählbaren Filmen – und ja, es ist so atemberaubend, wie man es sich vorstellt. Wir waren abends da, was die „buttes“ (so nennt man die Felsen dort) natürlich in besonders schönen Farben leuchten ließ. Ich habe es etwas bedauert, dass wir keinen Ausritt dort gebucht hatten – das wäre natürlich stilecht gewesen!

    Vielleicht das nächste Mal?!?

    Ein unvergesslicher Abend!!! ❤