• Nun habe ich euch das ganze Jahr 2021 meine Lieblingsorte vorgestellt, wobei die Liste keinen Anspruch auf Vollständigkeit erhebt. Zum Beispiel hätte ich mir mehr Architektur gewünscht, und manchmal hatte ich einfach keine eigenen Fotos, weil Dias von früher noch nicht digitalisiert sind.

    Ich hoffe, ihr fühltet euch mitgenommen auf meine Jahresreise zu fernen und nahen Orten, die einen besonderen Platz in meinem Herzen haben. Mir hat es sehr viel Freude bereitet, in mich zu gehen und zu erforschen, wo ich ein Stück meines Herzens verloren habe – wenn man so will. Dass daraus eine Mischung aus Orten, die ich regelmäßig aufsuche oder schon mehrfach besucht habe, und solchen, bei denen es vermutlich bei diesem einen Mal bleiben wird, entstanden ist, finde ich im Nachhinein sehr schön, denn ich wusste tatsächlich zu Beginn des Jahres nicht genau, wohin mich die Reise führen würde.

    Ich hatte den Eindruck, dass das Interesse meiner Leser*innen im Laufe des Jahres etwas abgenommen hatte – woran das lag, weiß ich nicht… Dafür wurde die Reihe in einem Foto-Podcast besprochen, worüber ich mich wahnsinnig gefreut habe. Danke auch allen regelmäßigen Leser*innen, die mir ein Like oder einen Kommentar dagelassen haben. Ich schätze das wirklich sehr. ❤

    Folgende Länder – in zufälliger Reihenfolge – beherbergen meine (bisherigen) Lieblingsorte: Deutschland, Österreich, Tschechien, Großbritannien, Frankreich, Norwegen, Griechenland, USA und Kanada. Hier seht ihr nochmal #1-#50 (#51 passt nicht so ganz in die Reihe, sondern ist sozusagen ein sehr persönlicher Bonus-Ort) auf einen Blick, wenn auch in schlechter Qualität – alles, was besser gewesen wäre, hat sich nicht hochladen lassen.

    Darunter befinden sich u. a. Städte, Brücken, Theater, Naturwunder, Parks, das Meer, Seen, Flüsse, Berge, Schlösser und Burgen. Diese Vielfalt an Objekten brachte mich auch auf die Idee für meine wöchentliche Fotoreihe 2022: Dort werdet ihr jede Woche eines meiner Lieblingsmotive sehen, also zum Beispiel das Motiv „Berg“ in verschiedenen Variationen. Ja, ich habe tatsächlich genügend Motive zusammengesammelt – ich fotografiere ja wirklich fast alles. 😉

    Ich hoffe, ihr werdet auch da wieder vorbeischauen. Das würde mich wirklich sehr freuen! ❤ 🙂

  • Fotografie: Lieblingsorte #51

    Nun wurde es doch gegen Ende des Jahres zunehmend schwierig, Lieblingsorte zu finden, die zugleich den Namen verdienen und von denen ich auch eigene Fotos besitze. Und deshalb gibt es zum heutigen Lieblingsort an Weihnachten nur ein Bild, das nicht von mir geschossen ist, sondern das mich im ersten Lieblingsort meines Lebens zeigt: in meinem Elternhaus (im Wohnzimmer).

    Natürlich gäbe es noch viele Fotos aus diesem Wohnzimmer – doch meistens sind darauf Menschen zu sehen. Und Menschen sind es ja letztlich auch, die diesen Ort zum Lieblingsort gemacht haben und noch machen:

    • Mein Opa – Lehrer, Organist (er spielte außerdem Klavier, Geige und Querflöte), Chorleiter – , der (u.a.) Musik und Skat in dieses Haus brachte
    • Mein Vater, der Halt und Vorbild für mich war (heute war sein erster Todestag) und dessen Kunstwerke und Handwerke das gesamte Haus verschönern
    • Meine Mutter, deren Vertrauen, Liebe und Stolz auf meine großen und kleinen Erfolge mir Wertschätzung vermittelt
    • Meine drei Geschwister, mit denen ich gemeinsam Musik mache und mit denen ich mich wunderbar verstehe (meistens 😉 )
    • Die Verwandten, die uns hier besuch(t)en – wie z. B. die Großtante, die ein Mikrofon samt Aufnahmegerät mitbrachte, wodurch das obige Bild meiner ersten „Studioaufnahme“ entstand

    Mein Elternhaus steht für:

    • Miteinander Musizieren
    • Miteinander Spielen (bis heute mit Leidenschaft: Skat)
    • Miteinander Diskutieren (und auch mal Streiten, aber ohne nachhaltige Missstimmungen)
    • Miteinander Essen
    • Miteinander Feiern
    • Miteinander Lachen
    • Miteinander Weinen
    • Miteinander offen für Andere sein

    Ich kehre immer wieder gerne in mein Elternhaus zurück, auch wenn ich diejenige von uns Kindern bin, die am weitesten weggezogen ist. Ich verbinde nur positive Gefühle mit dem Haus, mit meiner Kindheit, mit meiner Jugend – und ich weiß, dass ich mich damit sehr privilegiert fühlen darf, weil es (zu) viele Menschen gibt, die kein so positives Elternhaus erlebt haben.

    Danke. ❤

  • Nach diesem feurigen Sonnenaufgang kann es ja nur ein wunderschöner Tag werden. Genießt ihn und die Feiertage mit euren Liebsten!

  • Fotografie: Lieblingsorte #50

    In Pasing gibt es für mich drei Hauptstrecken für Spaziergänge: Pasinger Stadtpark – an der Würm entlang – Richtung Süden und Richtung Norden, und das Eck mit Feldern, Baumschule und dem Park „Liegewiese am Freibad“, das zwischen Blumenauerstraße, Silberdistelstraße, nahe Freibad Westbad liegt.

    Den kleinen „Park“ (laut Google Maps eben „Liegewiese am Freibad“), der gegen Abend rege von Hunden und ihren Besitzern genutzt wird, liebe ich wegen seines Baumbestandes.

    Seltsamerweise habe ich selten gutes Licht in dem Park, ab und an habe ich aber doch Glück.

    Nebenan gibt es noch den sog. Formgeholze-Garten, in dem mich vor allem diese Formation an Ahornbäumen (mit riesigen Blättern!) immer wieder fasziniert.

    Wenn es dann auf meinem Rundgang Richtung der Felder geht, laufe ich in der Regel auf diesem Weg:

    Das ganze Gebiet bietet durch die Jahreszeiten allerlei Motive für Nahaufnahmen.

    Vor allem aber kann ich hier meiner Himmel-Leidenschaft frönen:

    Es ist ein Mekka für Sonnenuntergänge (eine Auswahl!),

    Silhouetten von Sonnenuntergang,

    und den Mond:

    Ich glaube, eine weitere Erklärung, warum das einer meiner Lieblingsorte ist, braucht es nicht, oder? 😉 ❤

  • Fotografie: Lieblingsorte #49

    Langsam gehen mir die Lieblingsorte aus (vor allem ausländische) – was auch ein Zeichen dafür ist, dass ich neue Lieblingsorte erkunden muss! Ich denke da an die für vielleicht 2023 geplante Autofahrt an der Westküste der USA entlang (Highway 101 & 1), an Island, Schottland, Irland… und IRGENDWANN Neuseeland. Können wir bitte BITTE die Pandemie 2022 in den Griff bekommen? Danke…

    Heute geht es noch einmal nach Norwegen (vielleicht auch, weil ich letzte Woche nach sehr langer Zeit mal wieder mit meiner norwegischen Freundin via Skype geredet habe ❤ ), genauer gesagt nach Oslo, in den Vigelandsparken. Gustav Vigeland lebte von 1869 bis 1943 und ist Norwegens berühmtester Bildhauer. Vor meinem ersten Besuch in Oslo hatte ich nicht von ihm gehört, doch seine Figuren im nach ihm benannten Park haben mich ziemlich in ihren Bann gezogen – und ich würde den Park mit seinen mehr als 200 Skulpturen in Bronze, Granit und Schmiedeeisen auch sehr gerne noch einmal mit meiner Digitalkamera besuchen. Die folgenden Fotos sind von dm/CEWE digitalisierte Analogfotos von meiner Canon EOS aus dem Jahr 2007.

    Hier noch ein paar Einzelskulpturen, die es mir besonders angetan haben.

    Ein wirklich faszinierender Ort, der Kunst und Natur wunderbar zusammenbringt.

  • Fotografie: Lieblingsorte #48

    Ich bin ja gerne in Halle an der Saale (aus Herzensgründen ❤ ) – und es gab tatsächlich bisher nur einen Lieblingsort (immerhin #1) aus dieser Stadt. 😮 😳 Dabei liebe ich es ja sehr, durch Halle zu stromern – und an einen – etwas längeren – Ort zieht es mich und uns immer wieder: an die Saale. Nun habe ich gerade alle Fotos durchgesucht und habe 124 in einen Ordner gepackt (und trotzdem habe ich das Gefühl, es fehlen noch Bilder). Ähm, das ist vielleicht etwas viel – mal sehen, was ich euch letztlich präsentieren werde.

    Der Stepnwolf und ich sind insgesamt (abschnittsweise) die Länge der Saale von Trotha bis zur Rabeninsel abgelaufen; manche Strecken natürlich mehrfach.

    Ich werde nun versuchen, Bilder von Norden nach Süden zusammenzustellen – so mehr oder weniger…

    Ich werde mich dabei im Wesentlichen auf Motive, die direkt mit der Saale zusammenhängen (der Fluss selbst, Brücken, Boote…), beschränken, auch wenn es natürlich auch auf den Wiesen z. B. noch mehr zu sehen gäbe.

    Die Bilder sind in der Regel aus verschiedenen Jahren und Jahreszeiten.

    Forstwerderbrücke

    An der Burg Giebichenstein

    Blick vom Lehmannsfelsen

    Ziegelwiese mit Peißnitzbrücke

    Würfelwiese mit Nutria

    Genzmer Brücke mit Blick auf die ehemalige Freyberg Brauerei (dort soll bis Ende 2022 ein Wohnblock mit Lofts entstehen – im letzten Bild ist schon deutlich Baufortschritt zusehen)

    Hafenbahnbrücke und Rohrbrücke Untere Aue

    Rabeninsel & Rabeninselbrücke

    Puh… Herzlichen Glückwunsch, wenn ihr die ganze Strecke mitgelaufen seid! 🙂 Es gibt wirklich so viele tolle Stellen an der Saale in Halle! ❤

  • Als der Stepnwolf vor unserem Trip nach Hamburg im Sommer 2019 meinte, er wolle unbedingt dort ins Miniatur Wunderland – und dass wir dafür bestimmt auch einige Zeit brauchen, war ich etwas skeptisch. Ich hatte noch nicht wirklich davon gehört und fragte mich, ob wir da wirklich mehrere Stunden einplanen müssten…

    Aber dann bin ich mit großen Augen und Kamera permanent im Einsatz dreieinhalb Stunden durch die Ausstellung gelaufen und konnte mich kaum satt sehen an all den kleinen Details. Es ist wirklich ein Wunderland! ❤

    Umso schwieriger fällt eine Auswahl an Bildern zu treffen, denn meine „Vorauswahl“ beläuft sich auf schon 240 Bilder… 😮 😳 Ich versuche mal, grob thematisch zu gliedern. Es werden wohl ein paar mehr Fotos als sonst bei dieser Reihe üblich…

    Landschaft/Natur

    Städte

    Verkehrsmittel (unbedingt die Abflug-Anzeige genauer ansehen!)

    Dörfliches Leben

    Details/versteckte Gimmicks (hier lohnt es sich, manche Bilder einzeln anzuklicken!)

    Es gäbe noch viel, viel mehr Bilder, aber ich glaube, so langsam könnt ihr euch vorstellen, warum mich das Miniatur Wunderland so in seinen Bann gezogen hat. Sollte es sich zeitlich ausgehen, würde ich es auf jeden Fall beim nächsten Hamburg-Trip erneut besuchen. Schließlich werden ja ständig neue Welten gebaut, die es dann wieder zu entdecken gäbe.

    Zum Schluss noch zwei stimmungsvolle Nachtbilder.

  • Fotografie: Lieblingsorte #46

    Ich spaziere ja gerne an der Würm entlang – und da stößt man, wenn man von mir aus Richtung Norden läuft, irgendwann auf die Blutenburg, an der ich eigentlich nie vorbeigehen kann, ohne ein Foto zu machen – allerdings hauptsächlich von der Seite, auf der sie sich im kleinen See davor spiegelt (Überraschung! 😉 ).

    Ich habe Bilder aus Sommer, Herbst und Winter…

    Diesen Ort liebe nicht nur ich, sondern z. B. auch Gänse,…

    Enten…

    … und Schwäne.

    Auch ein paar Blumen und Pflanzen im Umfeld ziehen mich immer wieder an.

    Einfach ein Ort, der immer eine Augenweide ist!

  • Fotografie: Lieblingsorte #45

    Ich dachte, ich würde es vielleicht noch schaffen, mich aufzuraffen und meine Dias digitalisieren zu lassen, sodass ich zu einem weiteren Ort im Mount Rainier National Park euch auch Bilder von 1994 zeigen kann, aber ich glaube, das wird vor Ende des Jahres nichts mehr, drum bleibt es bei den Bildern, die ich 2016 von den Reflection Lakes gemacht habe. Im Grunde genommen ist die gesamte Wanderung auf dem Lakes Trail traumhaft, aber da könnte ich dann einfach auf meinen Beitrag von 2016 (oh, ich sehe gerade, dass der fast genau vor fünf Jahren veröffentlicht wurde!) verweisen – was ich natürlich soeben getan habe. 😉

    Aber: Nichts schlägt einfach den Anblick des Mt. Rainier – und dann bieten die Reflection Lakes eine Kulisse, die einem Bob-Ross-Gemälde zu entspringen scheint. Auch wenn an dem Tag der Wind eine schöne, klare Reflexion meines Berges im See verhindert hat.

    Da ich 2016 nach Erreichen der Reflection Lakes noch einen Abstecher zum Snow Lake machte, kam ich später dann noch einmal an den Seen vorbei. Und ich habe nochmal versucht, die Schönheit dieses Ortes fotografisch festzuhalten.

    Während ich diese Bilder ansehe, stehen mir Tränen in den Augen. Ich fühle mich so sehr mit diesem Berg verbunden, dass jedes Foto, ob es nun meine eigenen sind oder Fotos von anderen, die ich z. B. auf Twitter sehe, mein Herz berührt. Für die neuen Leser*innen unter euch: Ich habe 1994 im Nationalpark im Paradise Inn auf ca. 1600 m Höhe einen Sommer lang gejobbt und dadurch mein Herz an diesen Schichtvulkan der Cascades in Washington State verloren. Es ist einfach ein unfassbares Glück, zwei Monate lang fast jeden Tag diesen majestätischen Berg von deinem Schlafzimmer aus als erstes am Morgen zu sehen („fast jeden Tag“, weil natürlich der Berg auch mal in Wolken gehüllt war).

    Zusätzlich habe ich auf einer meiner Wanderungen damals meine inzwischen verstorbene Freundin Ruth kennengelernt – und selbst auf den Bildern von den Reflection Lakes aus (je nach Perspektive) könnte ich euch zeigen, wo wir uns damals – über der Schneegrenze – angesprochen haben. Diese ungewöhnliche Freundschaft – ich war 24, sie Mitte 60, als wir dann gemeinsam weiter wanderten – hat bis zu ihrem Tod 2017 angehalten. 2016 war ich wegen ihr extra noch einmal nach Washington geflogen – ich hatte so dieses unbestimmte, aber dringende Gefühl, dass ich einen Besuch nicht länger aufschieben durfte. Das alles geht mir gerade wieder durch den Kopf und lässt mein Herz schmerzen. Wenn ihr mehr über diese Freundschaft wissen wollt, lest den am Anfang des Absatzes verlinkten Beitrag – wohl einer meiner besten Texte, die ich hier veröffentlich habe. ❤

    Ich weiß, dass es mich immer wieder zum Mt. Rainier (oder vielleicht heißt er dann – wieder – Tahoma oder Tacoma; es gibt Bestrebungen, ihm wieder den Namen zu geben, unter dem er bei den Puyallup bekannt war) ziehen wird. Vielleicht werde ich nicht immer lange Wanderungen unternehmen, aber bei den Reflection Lakes werde ich auf jeden Fall vorbeischauen – in der Hoffnung meinen Berg dann wieder doppelt zu sehen. ❤

  • Fotografie: Lieblingsorte #44

    Ich muss nochmal zurück nach Sylt (siehe Lieblingsorte #16 ), denn eigentlich ist ja die ganze Insel (insbesondere die Westküste) einer meiner Top-Lieblingsorte. Also habe ich überlegt, welchen weiteren Ort ich hier vorstellen kann, v. a. angesichts der Tatsache, dass ich bisher nur einmal mit (einfacher) Digitalkamera dort war und somit nicht viele (gute, digitalisierte) Fotos der Nordseeinsel habe.

    Ich habe mich für den Lister Ellenbogen entschieden, die nördliche „Spitze“ der Insel, zu der ich immer wieder gerne geradelt bin, auch weil dort meistens recht wenig los war (zumindest die 2-3 Male, als ich dort war). Beim letzten Mal (2013) war der breite West- bzw. Nordstrand wirklich fast vollständig leer…

    Natürlich liebe ich diesen Ellenbogen auch wegen der beiden Leuchttürme. Hier zunächst der Leuchtturm List-West:

    Dann durch die Dünen an den verlassenen Nordstrand…

    Und hier sieht man dann auch irgendwann den Leuchtturm List-Ost durch die Dünen spitzen…

    Den sieht man auch von der Südseite aus, also der Wattenmeer-Seite, wenn man genau hinguckt.

    Ich bin ja nicht so ein großer Fan des Wattenmeeres – ich ziehe Wellen vor -, aber auch die Weite hat ihren Reiz…

    Doch mein Blick kehrte auch auf dem Rückweg zum Fahrrad immer wieder zum Leuchtturm zurück,…

    … und Schafe ließen sich auch noch blicken.

    Zumindest bei meinem letzten Aufenthalt fühlte ich mich dort wohltuend alleine – aber nicht einsam. Ich wollte ja auch bewusst Sylt verwandeln – von einer Insel, in die ich mich mit meinem Ex-Mann gemeinsam verliebt hatte, in MEINE Insel. Windgepeitscht am nahezu menschenleeren Strand die Gedanken und Gefühle einfach laufen zu lassen, war auf jeden Fall der Weg, dies zu erreichen. ❤