Ich bin im Verzug! Hier mein Himmel-Bild aus der KW 19:

Mit dem Fotoapparat unterwegs – in der Heimat und in der Ferne
| M | D | M | D | F | S | S |
|---|---|---|---|---|---|---|
| 1 | 2 | 3 | 4 | |||
| 5 | 6 | 7 | 8 | 9 | 10 | 11 |
| 12 | 13 | 14 | 15 | 16 | 17 | 18 |
| 19 | 20 | 21 | 22 | 23 | 24 | 25 |
| 26 | 27 | 28 | 29 | 30 | 31 | |

Ich bin im Verzug! Hier mein Himmel-Bild aus der KW 19:


Ich habe Blut geleckt. Auf der Suche danach, was ich mir von meinem Kolleg*innen zum 50. Geburtstag wünschen könnte, hat mir jemand auf Twitter einen Fotokurs vorgeschlagen. Da ist mir eingefallen, dass ich ja total auf „Lost Places“ stehe und habe mal recherchiert, ob es da nicht vielleicht entsprechende Fototouren zu Orten gibt, die man als „Normalsterblicher“ sonst nicht betreten darf. Gibt es! 🙂 ❤ Und nun werde ich Ende Juli wahrscheinlich sechs Stunden in der „verbotenen Wünstadt“ verbringen.
Das alles hat mit meinem heute geschossenen Foto nur insofern etwas zu tun, als es sich beim Objekt auch um ein verfallenes Haus, genauer um die Rückseite dessen (angeblich wohnen in dem Haus noch einzelne Parteien), handelt, und zwar in der Mansfelder Straße 59 in Halle (Saale). Gebaut wurde das Haus offenbar schon im 18. Jahrhundert, 1960 ist die Besitzerin in den Westen gegangen, seitdem ist das Haus dann nicht mehr saniert worden. Für mich und meine Vorliebe für verfallene Häuser und eben sogenannte Lost Places ein Gewinn!


Wer hier regelmäßig mitliest, weiß natürlich, dass ich inzwischen wieder in München bin. Allerdings bin ich euch eben noch mindestens einen Beitrag von meinen/unseren Fotospaziergängen schuldig. Und, wer weiß, vielleicht gibt es sogar nach dem Wochenende noch einen weiteren, denn da werde ich nochmal in Halle weilen.
Die folgenden Bilder stammen vom 14. April, als wir die Rabeninsel erkunden wollten. Allzu viele Fotos habe ich gar nicht geschossen, dafür aber ein paar, die mir sehr gut gefallen.
Als erstes erblickten wir die Rabeninselbrücke, der ich schon einen Himmel-Beitrag gewidmet habe. Offenbar habe ich ein Faible für Schrägseilbrücken, denn ich war sofort verzückt.

Und der Blick von der Brücke aus, war auch ganz hübsch (ich habe ja auch ein Faible für Spiegelungen im Wasser, u. a.).
Es war sehr angenehm, dass auf der Rabeninsel nicht sehr viel los war.

Schöne Bäume – und tolle Spiegelungen!



Und schon ging es wieder runter von der Insel…
Nein, bei dieser Farbkombination konnte ich nicht widerstehen:

Und bei Brücken eh nicht…

Das war’s – sieht nach gar keinem so langem Spaziergang aus, aber man bedenke, dass wir ja erstmal zur Rabeninsel hingelaufen sind (vielleicht sind wir auch ein Stück mit der Straßenbahn gefahren, ich weiß es gar nicht mehr 😮 😳 ), und es ab der Stelle, die auf dem letzten Bild zu sehen ist, auch noch eine ganz schöne Strecke zurück war.
Da gab’s dann noch ein Bonusbild, das ihr euch gerne als Motto für die Woche klauen dürft:



Tagelang kaum ein Wölkchen am Himmel. Das ist fotografisch laaaaaaaaangweilig! Wo sind die dramatischen Wolkenberge, hinter denen sich Sonnenstrahlen zaghaft hervorwagen oder am Abend für feurigen Himmel sorgen? Zugegebenermaßen war ich in dieser Woche auch tatsächlich – shame on me! 😳 – nur einmal länger draußen, aber es gab ja auch nichts zu sehen… Aus dieser Woche also kein Bild, aber vor 12 Tagen gab es mal so einen Moment, nach dem ich immer Ausschau halte: Wenn man die Sonnenstrahlen sehen kann, bzw. in diesem Fall eher den Schatten der Sonnenstrahlen.

Ältere Beiträge aus der Reihe:

Ich nehme meine Himmel-Reihe zum Anlass, ein Foto von einer Fußgängerbrücke in Halle zu posten, die mich sofort an die Berliner Brücke erinnert hat. Und ich hatte Recht: Die Rabeninselbrücke wurde vom selben Architekt (sogar noch vorher, nämlich im Rahmen der Weltausstellung „Expo 2000“) entworfen: Uwe Graul.
Es ist eine sogenannte Schrägseilbrücke, die von einem 38 Meter hohen Pylonen getragen wird.

So sieht sie komplett aus – und im Vergleich dazu die Berliner Brücke (meine Lieblingsbrücke in Halle ❤ ):
Ältere Beiträge:

Karfreitag. Schönstes Frühlingswetter, und wir haben uns trotzdem an die Saale gewagt. Ich hatte ja Bedenken, dass vielleicht zu viele Menschen unterwegs sein könnten, es war aber tatsächlich sehr moderat und wir haben auch keine größere Menschenansammlungen gesehen. Ja, ein paar Zweiergruppen, die im Gras oder auf Bänken saßen, manche auch mit Buch (in Halle tatsächlich nach wie vor nicht erlaubt), aber wir waren tatsächlich positiv überrascht. Die einzige Stelle, wo es sich etwas staute, war beim Eisverkäufer an der Giebichensteinbrücke, aber auch da wurden die Sicherheitsabstände eingehalten. Der Spaziergang führte uns von Trotha (Nordbad) über die Klausberge an der Saale entlang bis zum Heinepark mit dem Lehmannsfelsen und dann durch Giebichenstein zurück nach Hause.
St. Briccius

An der Forstwerderbrücke

In den Klausbergen

An der Saalepromenade
Das Nutria (normalerweise paarweise oder im „Rudel“ eher in der Dämmerung unterwegs)
Bei der Eispause…
Im Heinepark
Blick vom Lehmannsfelsen Richtung Halle-Neustadt (die Wohnblocks sollten euch bekannt vorkommen)
Das Giebichenstein-Viertel
Zum Teil wunderschöne, sanierte Häuser…
aber auch viele leerstehende und sanierungsbedürftige Häuser, die auch z. Tl. zum Verkauf stehen:
Die Stephanuskirche (seit 1968 Lagerstätte der Universitäts- und Landesbibliothek Sachsen-Anhalt)
Auf der Zielgeraden…



Auferstehung feiern.
Irgendwie sehnen sich doch alle heute danach – egal, ob gläubig oder Atheist. Ein Licht am Ende des Tunnels sehen, gesund sein/werden, rausgehen, Freunde und Familie umarmen, angstfrei sein, zur Schule gehen, arbeiten wie gewohnt, gemeinsam mit anderen Essen gehen, Konzerte, Filme und Theater nicht mehr auf der Couch erleben, sondern live vor Ort… Normalität. Doch ist ja Auferstehung auch irgendwie mehr als das. Etwas Neues beginnt, auf einer anderen Ebene. Ganz abgesehen davon, dass am heutigen Ostersonntag eben noch keine „Auferstehung“ im Sinne einer Überwindung des Virus gefeiert werden kann, wird auch das „Leben nach COVID-19“ bzw. mit COVID-19-Impfstoff/Durchseuchung der Bevölkerung ein wenig anders sein (müssen). Von schneller fortschreitender Digitalisierung in der Bildung bis hin zur Frage, ob wir nicht die „systemrelevanten“ Arbeitnehmer grundsätzlich besser bezahlen müssten.
Aber für mich geht es heute auch um ganz persönliche Dinge, sozusagen um meine ganz persönliche Auferstehung. Manches Positives hat ausgerechnet der Coronavirus schon bewirkt. So ist mir z. B. durch die Schulschließung bewusst geworden, dass das Unterrichten vor der Klasse – bei allen Nerven, die mich das auch immer wieder kostet – doch etwas ist, das ich nicht missen möchte. Und egal, wie stressig auch das Online-Unterrichten war/ist und wie viele Mails ich beantworten muss/te, ich habe mich über jede Rückmeldung gefreut, eine Verbindung gespürt. Das bringt etwas Licht und Klarheit in meine Überlegungen dazu, wie mein berufliches Leben weitergehen soll.
Außerdem bringt auch das temporäre Zusammenleben mit meinem Freund einiges ans Licht – wir merken, wo wir Freiräume brauchen bzw. bei dauerhaftem Zusammenleben bräuchten. Wir stellen fest, dass es OK ist, wenn wir mal einen Abend „medial getrennt“ voneinander verbringen (wenn ich z. B. über Youtube ein Theaterstück ansehen möchte), aber merken auch, wie schön es ist, gemeinsam zu essen und zu kochen, und freuen uns darüber, dass wir gar nicht so viel vor der Glotze sitzen.
Es gibt aber auch einen Bereich, wo ich mir so sehr „Auferstehung“ wünsche, die aber noch nicht in Sicht ist. Meine Migräne und Spannungskopfschmerzen habe ich momentan ganz gut im Griff (*toitoitoi*), dafür feiern meine Verdauungsprobleme von früher wieder ein Comeback (ganz im Sinne von „back with a vengeance“), die mir schlaflose Nächte (teilweise kann ich erst um 5 oder 6 Uhr früh einschlafen) bescheren. Ins Detail will ich hier nicht gehen, aber ich habe schon Bammel davor, wie das werden soll, wenn die Schule dann doch wieder losgeht. Das einzige Mittel, das – als unbeabsichtigte Nebenwirkung! – mir in den vergangenen Jahren Linderung verschafft hatte, war das Medikament, das ich zur Migräneprophylaxe genommen und vor Weihnachten abgesetzt (und durch ein anderes ersetzt) habe, weil es mir für den Kopf nicht mehr geholfen hat… Nun geht es dem Kopf besser, dafür kann ich aus anderen Gründen ganze Nächte lang kein Auge zutun. Ich will das endlich loshaben!
Ich weiß nicht, welche „Auferstehungswünsche“ ihr habt – raus aus der Isolation, zum Beispiel, Gesundheit, Klarheit bei einer Entscheidungsfindung, finanzielle Sicherheit – ich wünsche euch, dass sich ein Licht, wie im Foto die Sonne, seinen Weg durch die (dunklen) Wolken bahnt und ein Neubeginn möglich ist – oder zumindest Besserung in Sicht ist.
Frohe Ostern! 🙂


Da ich noch kein Himmelbild aus dieser Woche habe (ich war drei Tage nicht draußen unterwegs, weil ich leicht erkältet war), euch aber trotzdem heute ein Foto bieten möchte, dürft ihr euch an einem Bild erfreuen, dass ihr so ähnlich schon in meinem letzten Halle-in-Zeiten-von-Corona-Beitrag gesehen habt. Das musste ich unbedingt auch im SW-Modus fotografieren:


Am Wochenende haben wir unsere Spaziergänge nach Halle-Neustadt verlegt – auf den ersten Blick nicht gerade das attraktivste Viertel, doch zum einen gewinne ich ja häufig auch dem vermeintlich Hässlichen fotografisch etwas ab, zum anderen gibt es auch dort recht hübsche Ecken.
SAMSTAG

Bruchsee


„Häuserschluchten“
Manche Wohnblocks werden renoviert (das Gebäude im Hintergrund), andere werden zurückgebaut:

Das nächste Gebäude steht zum Verkauf!

Dahinter gibt es einen Skate-Park – er war natürlich komplett verwaist…


SONNTAG
Südpark

Die „8 Mile“ (O-Ton Stepnwolf) von Ha-Neu
Am Passendorfer Damm zum Saaletal Kanal
