Sabbatical: 7 Weeks A Picture A Day (Day 16: Von Dunedin nach Te Anau)

Nach dem aufregenden Kontakt mit den Seelöwen gestern, konnte ich mich heute darüber aufregen, dass ich bereits zum vierten Mal Kontakt mit der Polizei hatte. Ja, innerhalb einer Woche hatte ich es viermal mit der Polizei zu tun: Am 1. Tag geriet ich – am hellichten Tag – in eine Alkoholkontrolle (unproblematisch); am 2. Tag war ich laut mir mit Blaulicht hinterherfahrendem Polizisten 111 km/h gefahren (100 waren erlaubt, und wenn, dann war ich höchstens nur mal kurz aus Versehen schneller unterwegs gewesen, aber ich hab da keine Diskussion angefangen) => 80 NZD (40 €) ; am 3. Tag wurde ich wieder angehalten und gefragt, ob ich weiß, wie schnell man fahren darf, aber es wurde eigentlich nicht explizit gesagt, dass ich zu schnell unterwegs gewesen wäre (hab auch keinen Strafzettel bekommen). Naja, und heute hab ich ja tatsächlich was Dummes getan und bin nach dem Wenden auf einer Straße in einem kleinen Ort ein paar Meter auf der rechten Straßenseite gefahren – sonst waren keine Autos unterwegs, und ich hab’s dann auch selbst korrigiert, bevor irgendein anderer Verkehrsteilnehmer aufgetaucht ist. Tja, hat aber wohl jemand beobachtet (und auch gesehen, dass ich dann auf einen Rastplatz gefahren bin) und der örtlichen Polizei gemeldet. Als die dann unterwegs zum Rastplatz war, war ich schon wieder in der anderen Richtung unterwegs, aber da mein Campervan auf die Beschreibung passte, hat er umgedreht und mich – wieder mit Blaulicht von hinten – angehalten. Seufz. Naja, ich hab zugegeben, dass ich das war, und wir hatten ein ganz nettes Gespräch, in dem er erzählt hat, dass er auch schon in Europa und den USA unterwegs war und er weiß, wie schwer es ist, sich umzugewöhnen… Anyway, er schärfte mir ein, immer auf der richtigen, also linken Seite, zu fahren und ließ mich ziehen. Die Polizisten waren ja alle nett und freundlich, ABER LANGSAM REICHT ES MAL! Ich glaub, ich bin in meinem ganzen Leben, seitdem ich den Führerschein hab, vielleicht viermal angehalten worden…

Ansonsten war es ein wenig der Tag der falschen Entscheidungen und ich hänge ein bisschen durch, weil es ganz schön anstrengend ist, alleine unterwegs zu sein. Schlafe auch nicht besonders gut, selbst wenn ich ein Zimmer hab und nicht im Camper schlafe. Vielleicht fehlten mir heute einfach auch die Wow-Momente. Da gibt’s morgen bestimmt mehr, wenn ich den Milford Sound mit Schiff erkunde und nachher auch noch einen Teil des Milford Tracks wandere.

Der Lake Manapouri sah aber schon hübsch aus.

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4 Antworten zu „Sabbatical: 7 Weeks A Picture A Day (Day 16: Von Dunedin nach Te Anau)“

  1. Avatar von m.mama

    Oh, überall „dein Freund und Helfer“ 😉 In Australien bin ich einmal verkehrt herum durch den Kreisverkehr gefahren – im Auto gab es entsetzte Schreie, zum Glück keine anderen Verkehrsteilnehmer oder Zeugen 😎 Ich fühle mit …

    1. Avatar von Pfützenjägerin

      Die Kreisverkehre hab ich bisher super gemeistert. Naja, außer dass ich manchmal den Scheibenwischer betätige statt des Blinkers… 😬

  2. Avatar von Fabulous Female Cyclists
    Fabulous Female Cyclists

    Haha. Was für eine Story!!! Als “regelbrechender Touris“ fällt man gleich auf. Aber alle sind immer so schön freundlich. Ich fand das ja echt erstaunlich, wie nett alle sind. Drücke dir die Daumen, dass jetzt genug Polizeiarbeit getan ist.

  3. Avatar von federfluesterin

    Mit so einem Camper ist man halt immer im Blickfeld, mit einem Touri-Van sowieso, weil das ja deutlich auf einen Fremden hinweist. Fürchte, damit musst Du einfach leben. Ich hatte eine ähnliche Erfahrung in Kanada – auch polizeilich Britisch geprägt.
    Vielleicht machst Du Dir mit Deinem Reiseprogramm aber auch zuviel Druck. Hast Du Zeit eingeplant, die Reise einfach mal zu genießen?

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